Zwischen Neckar und Alb

Der Winterschlaf ist vorbei

Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb schreibt Erfolgsgeschichte

Seit 20 Jahren ist das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb ein Besuchermagnet für die ganze Familie. Auch 2016 gibt es wieder ein vielseitiges Familienprogramm rund um die Schwäbische Alb.

Das Team des Naturschutzzentrums Schopflocher Alb und die Erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr (links) unter dem Auge der K

Das Team des Naturschutzzentrums Schopflocher Alb und die Erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr (links) unter dem Auge der Kröte. Foto: Sabine Ackermann

Lenningen. Noch behält der Nebel gegen die Sonne Oberhand, noch versteckt sich das aufkeimende Grün unter einer Schneedecke. Noch. Aber das Team vom Naturschutzzentrum Schopflocher Alb rund um Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Wohnhas ist wie jedes Jahr bestens vorbereitet. Abermals organisieren und begleiten motivierte sowie engagierte Mitarbeiter zahlreiche Ausstellungen, Führungen oder Veranstaltungen.

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„20 Jahre aktiv für Natur und Umwelt“ haben sich rund 30 ehrenamtlich und mit großem Spaß agierende Landschaftsführer und Volunteers tatkräftig auf die Fahnen geschrieben. Nicht zu vergessen die 14 Frauen, die gleichfalls freiwillig Dienst im Biosphären-Lädle machen und zudem die Gäste beraten. Dort kann man nämlich nicht nur gemütlich bei einer Tasse Kaffee verweilen, sondern sich auch mit ganz unterschiedlichen regionalen Naturprodukten eindecken.

Voll bei der Sache sind ferner Tamara Seidl und Nico Staiger, beide machen dort ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr „FÖJ“. Eröffnet wurde die beliebte Informations- und Begegnungsstätte am 3. Juli 1996. 2011 gab es umfangreiche energetische und ökologische Sanierungsarbeiten, eine attraktive Außengestaltung nebst modernisierter Innenausstattung. Darunter auch das Biosphären-Lädle sowie die Dauerausstellung mit 15 Entdeckerstationen, wo die Besucher quasi in Eigenregie die schwäbische Alb aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernen können. Mit der Wiedereröffnung hat das Zentrum auch zusätzliche Aufgaben als Informationszentrum im Biosphärengebiet sowie als touristische Anlaufstelle übernommen, ist zudem Partner des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb.

Das Land Baden-Württemberg unterhält zusammen mit dem Landkreis Esslingen das Zentrum, das als Stiftung des bürgerlichen Rechts betrieben wird und als gemeinnützige Einrichtung anerkannt ist. Allein 5 650 Einzelveranstaltungen, 2 230 naturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche, Landschaftspflegetage mit über 1 200 ehrenamtlichen Helfern, 1 850 Führungen in Naturschutzgebieten und vielen Bauernmärkten begeisterten bis dato mehr als 403 000 Besucher und Teilnehmer, darunter knapp 51 000 Kinder und Jugendliche. „Die Gesamtbesucherzahl konnte ab 2011 deutlich gesteigert werden. Sie lag in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich bei 25 000 pro Jahr“, verrät Dr. Wolfgang Wohnhas.

Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum liegt das von Landschaftsführerin Sonja Berger liebevoll umgestaltete Jahresprogramm vor, das jede Einzelveranstaltungen zwar kürzer, aber dementsprechend übersichtlicher darstellt. Während die Broschüre in den meisten Rathäusern, im Esslinger sowie Göppinger Landratsamt und natürlich auch im Naturschutzzentrum ausliegt, bietet die Homepage ausführlichere inhaltliche Begleitinformationen. „Die Welt hat sich verändert, hier im Zentrum wird der Bezug zur Natur vielseitig aufgebaut“, sieht die erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr in dieser Einrichtung einen wichtigen Baustein für Kinder und Jugendliche.