Zwischen Neckar und Alb

Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Statistik Der Arbeitsmarkt zeigt sich ruhig. Es gibt deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.
Symbolfoto: Giacinto Carlucci

Kreis. Auch im März kann Karin Käppel, die Leiterin der Göppinger Agentur für Arbeit, positive Zahlen über den Arbeitsmarkt im Bezirk melden: 15 919 Frauen und Männer waren im vergangenen Monat auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, davon 8517 Hartz 4-Empfänger. Das sind 284 weniger als im Februar und rudn 20 Prozent weniger als im März des Vorjahrs. Die Arbeitslosenquote sinkt auf 3,5 Prozent, 8976 waren in Kurzarbeit. „Durch den anhaltend milden Winter blieb der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit nahezu vollständig aus. Die Verbesserung zum Frühjahr, die sonst meist im März oder April einsetzt, hat bereits im Februar begonnen und setzt sich jetzt weiter fort“, zieht Karin Käppel Bilanz.

Im Landkreis Esslingen waren im Februar insgesamt 10 323 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1,7 Prozent weniger als im Februar und 21,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug kreisweit 3,4 Prozent, in sslingen bei 3,7 Prozent, in Kirchheim und Nürtingen bei 3,1 Prozent und in Leinfelden-Echterdingen bei 3,0 Prozent.

Besonders erfreulich ist die Entwickung bei der Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen. Sie ist im Vergleich zum Februar um 1,7 Prozent gesunken und liegt bei 6342 Personen. Gemessen zum Vorjahr waren das um 11,4 Prozent weniger. Ählich uist die Entwickung bei den Langzeit-Arbeitslosen: 5563 Menschen waren im März seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, also 151 Personen weniger als im Vormonat 9,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen ist ebenfalls um 2,3 Prozent gesunken und lag bei 921 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag das Minus bei 7,1 Prozent.

Positiv ist auch die Entwicklung bei den offen Stellen. Im März waren 9140 Stellen zur Besetzung gemeldet. Gegenüber Februar sind das 132 Stellen mehr, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr beduetet das sogar ein Plus von 52 Prozent.

Trend setzt sich fort

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres wurden 4738 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 15,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bewerberzahlen sind mit 2 673 als Zwischenstand 3,4 Prozent höher als im Vorjahr. „Auch in diesem Jahr sehen wir bereits jetzt, was wir aus den vergangenen Jahren kennen. Die Konkurrenz um Nachwuchskräfte wird immer deutlicher: Fünf Monate vor Beginn der Ausbildungen zeigt sich, dass auch der diesjährige Ausbildungsmarkt durch eine Knappheit an Bewerbern gekennzeichnet sein wird“, sagt Karin Käppel. Aktuell kommen auf einen Bewerber 1,8 Ausbildungsstellen.

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern unterstützt und berät mit Vermittlern Betriebe bei der Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsstellen. Käppel rät jungen Menschen, sich wieder vermehrt einer betrieblichen Ausbildung zu öffnen und sich über ihre beruflichen Möglichkeiten beraten zu lassen, denn die Chancen auf einen Ausbildungsplatz seien besser denn je. aa

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