Zwischen Neckar und Alb

Die Fasnet startet in Wernau online, und die ersten Narrenbäume sprießen

Wernau. Die Pandemie hat auch die fünfte Jahreszeit ausgebremst und zu einer Absage sämtlicher Fasnetsveranstaltungen geführt. Doch die Wernauer Narren steuern mit Kreativität dagegen, sagen die Zunftmeister der Wernauer Narren, Marcel Reith und Michael Niepel. So haben sich Laichleshexa und die Geesgassdeifl, die Heckarutscher und die Baura, die Brotloibla und die Bodenbachsymphoniker allerhand Alternativen zum ursprünglichen Programm einfallen lassen: Seit dem Dreikönigstag bis zum Aschermittwoch wird täglich ein Stück Fasnet lebendig gemacht - in diesem Jahr virtuell und digital. Das kann über Anekdoten, Bilder, Videos und Aufrufe zu Aktionen sein, die in den sozialen Netzwerken von Facebook und Instagram zu sehen sind.

Aktuell laufen Challenges, bei denen sich die Narren nominieren, Fotos von ihrem Häs online stellen oder mit Schnappschüssen dokumentieren, wie man den Weihnachtsbaum zum Narrenbaum macht. Unter anderem werden längst vergessene Erinnerungen aus früheren Zeiten gezeigt oder neue Filme produziert. „So kann jeder die Geschichten zuhause miterleben und die Fasnet so am Leben halten“, sagt Marcel Reith. Die Online-Fasnet könne natürlich gestrichene Fasnetsbälle und Narrenumzüge nicht vollwertig ersetzen, aber mit dem neuen Format „können wir das Gefühl sichtbar und spürbar machen und die Herzen der Menschen berühren“. Neben den Online-Angeboten wird aber auch die Stadt zur Fasnetszeit dekoriert und Narrenbäume gestellt. Unter dem Motto „Zeig Flagge - Schmück dein Haus“ startet eine Aktion, bei dem die Wernauer Bevölkerung aufgerufen ist, ihre Hausfassade fasnachtlich zu schmücken. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Weitere Aktivitäten sind in Planung.pm / Foto: pr


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