Zwischen Neckar und Alb

Die Gäste kommen sogar aus Russland

Kunst Noch bis zum 23. Februar können Interessierte Werke von Marc Chagall und Ernst Fuchs in Nürtingen ansehen.

Foto: pr

Nürtingen. Dass Marc Chagall und Ernst Fuchs eine Fangemeinschaft rund um den Globus haben, war längst bekannt. Dass sich aber auch Nürtingen als wahres Fanlager der beiden entpuppt, hat sich jetzt deutlich gezeigt: Die Besucherzahlen der Kunstausstellung in der Kreuzkirche belegen, dass die beiden Farbgestalter des 20. Jahrhunderts sehr beliebt sind. Knapp 5 200 Besucher haben seit Mitte Januar die Ausstellung gesehen.

Nicht nur aus Fürstenfeldbruck, Peru, St. Petersburg und Trier, sondern auch aus der Nähe von Vitebsk in Weißrussland, der Geburtsstadt Chagalls, kam ein Besucher. Er war zufällig auf Durchreise in Nürtingen. Seine Begeisterung hat er auf Russisch im Gästebuch festgehalten.

Marc Chagall und Ernst Fuchs waren beide Künstler auf ihre ganz eigene Art. Ernst Fuchs übersetzte zwischen Wirklichkeit und Realität in seinen Bildern. Ein Übersetzer im anderen Sinne war Marc Chagall: Er schaffte es, mit seinen Werken Geschichten zu erzählen. Dafür setzte er die Farben als Lesehilfe ein.

Hohe Nachfrage bei Führungen

Zu den Führungen zur Ausstellung gab es bisher eine hohe Nachfrage: „Im Vergleich zum letzten Jahr sind die gebuchten Führungen deutlich mehr“, erklärt Gabi Frisch von der Stadt Nürtingen. Die Veranstaltung „Kunst und Wein“ war zweimal ausgebucht. Bei „Kunst und Kirche“, der erstmaligen Zusammenarbeit mit der Stadtkirchengemeinde Nürtingen, nutzten rund 50 Besucher die Gelegenheit, sich auf den Spuren der Träume und des Glaubens zu bewegen.

„Toll ist, dass sich auch in diesem Jahr wieder die Nürtinger Briefmarkenfreunde engagiert haben“, betont Gabi Frisch vom Amt für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus. Viele Schüler haben Motive zu Arbeiten von Marc Chagall und Ernst Fuchs entworfen. Die Siegerentwürfe sind als Sonderbriefmarken, Umschläge und Stempel erschienen.

Die malerische Sprache von Marc Chagall und Ernst Fuchs können Besucher noch bis zum 25. Februar in der Kreuzkirche sehen. Am 23. Februar gibt es außerdem noch einen langen Ausstellungsabend mit öffentlichen Führungen um 19 und 20 Uhr. Kunst und Stadtgeschichte werden am 21. Februar noch mal lebendig: Alle Besucher, die an diesem Mittwoch in der Kunstausstellung sind, können sich um 19 Uhr einem Stadtrundgang anschließen. nz

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