Zwischen Neckar und Alb

Die Preisträger und Finalisten

Der erste Preis ging an die Hänchen GmbH in Ostfildern für den weltweit ersten Hydraulik-Zylinder, dessen Kolbenstange und Zylinderrohr aus Carbon bestehen. Er reduziert das Gewicht um 80 und den Energieeinsatz um 50 Prozent. Dazu waren drei Neuerungen nötig. Die Carbonfaser wird durch spezielle Wicklung und Einbettung in Kunstharz zug- und druckfest. Außerdem muss die Verbindung zwischen Carbon und Metall hochfest sein. Drittens: Versiegelte Carbon-Oberfläche schützt vor Verschleiß. Der Zylinder wird in Prüfstände eingebaut. Die 1925 gegründete Firma beschäftigt 200 Mitarbeiter, inklusive Zweigwerk in Oettingen/Bayern. Den zweiten Preis erhielt die Firma Reichle in Bissingen. Die Laser-Technik ermöglicht eine Strukturierung von Oberflächen, was bislang mit Ätzverfahren sehr zeitaufwendige Handarbeit verlangte. Spitzgussformen, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden, lassen sich viel schneller bearbeiten. Die Technik sichert auch, dass die Oberflächen identisch aussehen, wenn an verschiedenen Standorten produziert wird. Ein Produktbeispiel: die Lederprägung auf einer Autokonsole.

Das Gravier- und Laserschweißzentrum beschäftigt 50 Mitarbeiter. Als einziges deutsches Unternehmen benutzt Reichle 5-Achs-Laseranlagen mit Automatisierung. Dritte Preise gingen an die Firmen Friedrich Dick in Deizisau, Recom in Ostfildern und Heidler Strichcode in Wolfschlugen. Weitere Finalisten sind die Unternehmen Cirrus7 Computing in Esslingen, Losch Wandsysteme in Wendlingen, Mayersport in Ostfildern, Ondics in Esslingen und Scala Messwerkzeuge in Dettingen.rk

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