Zwischen Neckar und Alb

„Die Seele bleibt bis zum Schluss offen für Melodien“

Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger
Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger

Zarte Harfenklänge durchziehen den Flur des Hospiz Esslingen. Zimmertüren sind geöffnet, manche Gäste treten heraus, um den Tönen zu lauschen, die Claudia Lattner ihrem Instrument entlockt. Die Harfenistin aus Ebersbach ist nicht zum ersten Mal zu Besuch im Hospiz. Mit einer Reihe kleiner Konzerte möchte sie Gäs­ten und Mitarbeitenden eine Freude machen. Finanziert werden die sieben Auftritte vom Förderverein Hospiz Esslingen. „Die Melodien gehen an die Seele, sind so wohltuend“, schwärmt Marianne Hertle, die Vorsitzende des Fördervereins. Als Hospizbegleiterin weiß sie, „dass die Seele bis zum Schluss offen bleibt für Gehörtes wie Melodien“. Die universelle Sprache der Töne könne leichter aufgenommen werden als Worte, erklärt auch Lattner, die immer wieder vor Alten, Kranken oder Sterbenden spielt und eine entsprechende Weiterbildung absolviert hat. In der Corona-Pandemie hat sich der Förderverein besondere Gedanken darüber gemacht, wie er mit seinem Engagement Gästen aber auch haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden eine Freude machen kann. Da alle Feste und sonstige Zusammenkünfte ausgefallen sind, gab es für die Mitarbeitenden vom Förderverein Einkaufsgutscheine. Und für den Sommer hat der Verein neue Gartenmöbel angeschafft. Überdies hat man die Summe aufgerundet, um auch gleich für Grillgut zu sorgen. Auch im Inneren des Hospiz finanziert der Förderverein neues Mobiliar. Weil die alten Nachtkästchen in den Zimmern schwer und wenig praktikabel waren, wurden für rund 6500 Euro neue angeschafft, die demnächst geliefert werden. „Mit unserem Engagement wollen wir für Leib und Seele Gutes tun und so die Arbeit im Hospiz zu unterstützen“, sagt Marianne Hertle.Ulrike Rapp-Hirrlinger


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