Zwischen Neckar und Alb

Die Zukunft des Tourismus liegt im Digitalen

Wettbewerb In der Nürtinger Stadthalle wurden die Preise für „Tourismus digital“ vergeben.

Symbolbild

Nürtingen. Mit dem Ideenwettbewerb „Tourismus digital“ will Landes-Tourismusminister Guido Wolf im Land Baden-Württemberg digitale Leuchtturmprojekte im Tourismus fördern. Bei der Tourismusmesse CMT im Januar dieses Jahres fiel der Startschuss. Jetzt wurden die Preise in der Nürtinger Stadthalle verliehen. Warum aber gerade in Nürtingen?

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Guido Wolf, für Justiz, Europa und Tourismus zuständiger Landesminister, sah sich genötigt, die Wahl der Location kurz zu erklären: „In Stuttgart findet so vieles statt“, sagte Wolf. Er habe aber aus seiner Zeit als Bürgermeister in Nürtingen die Stadt „immer noch ein bisschen auf dem Schirm“. Wolf ließ dann noch durchblicken, dass er sich noch ganz gut mit den Gepflogenheiten in der Stadt auskennt. Er wies die Teilnehmer der Preisverleihung darauf hin, dass in Nürtingen derzeit der Maientag stattfinde. „Die Maientagswurst kann ich Ihnen empfehlen. Die gab’s schon vor der Digitalisierung.“

Der Ideenwettbewerb „Tourismus digital“ lockte mit stattlichen Siegprämien. Dem Sieger winkten 100 000 Euro, der Zweite durfte mit 50 000 Euro rechnen, der Dritte immerhin noch mit 25 000 Euro. Für die Plätze vier bis sechs gab es immerhin noch je 5 000 Euro. Entsprechend hoch war die Resonanz auf die Ausschreibung. 111 Wettbewerber - darunter ebenso Privatpersonen wie öffentliche Einrichtungen - haben ihre Beiträge eingereicht. Eine Fachjury, besetzt mit zwölf Tourismus-, Wirtschafts- und IT-Experten, bewertete die Einsendungen.

Den ersten Platz belegte die digitale Familienplattform FAMIGO des gleichnamigen Start-ups von Alexander Feldberger aus Kenzingen. Auf der Plattform können Freizeitangebote für Familien umfassend und aktuell präsentiert werden. Den mit 50 000 Euro dotierten zweiten Platz belegte die von der Martin Fritz Kommunikation GmbH aus Karlsruhe entwickelte interaktive App „Baden-Württemberg zum Mitnehmen, Überallhin. In der Tasche“. Mit der App können Geschichten in der Natur oder auf Wanderungen erlebbar gemacht und von den Nutzern mitgestaltet werden. Das Mitgestalten von Stadterschaffungsprozessen, und die damit verbundenen touristischen Attraktionen ermöglicht die vom Kulturamt der Stadt Stuttgart entwickelte, drittplatzierte und mit 25 000 Euro geförderte App „#Makemake - die Zukunfts-App“. Diese ermöglicht Städtetouristen, mittels Virtual Reality spielerisch an der Stadtgestaltung mitzuwirken. Volker Haussmann