Zwischen Neckar und Alb

Drei Fragen an Petra Olschowski

Petra OlschowskiFoto: Krytzner
Petra OlschowskiFoto: Krytzner

1. Ist das Freilichtmuseum der richtige Ort, um Gesellschaft zu verbinden?

Olschowski: Das Museum ist einer von vielen Orten. Beim Musikkonzert erlebt man auch für eine gewisse Zeit etwas zusammen. Im Museumsdorf gibt es den Vorteil, dass man ins Gespräch kommt. Wenn man etwas von früher entdeckt, findet ein Austausch statt. Da findet man nicht selten gemeinsame Erfahrungen. Das Freilichtmuseum ist ein Ort der Vermittlung.

2. Welche Bedeutung haben die historischen Gebäude im Museum für Sie?

Ich bin Kunsthistorikerin, da bin ich schon von meiner Ausbildung her an der Geschichte interessiert. Ich bin ein Fan alter Häuser und Möbel. Auch historisches Geschirr begeistert mich. In Stuttgart wohne ich in einem historischen Gebäude und hoffe, dass ich dort nie ausziehen muss.

3. Wiederholt sich heute die Vergangenheit?

Die Eltern und Großeltern können sich bestimmt besser erinnern, wie es war, als vor 80 Jahren die Stimmung gekippt ist. Gerade deshalb ist es wichtig, dass das Freilichtmuseum in Beuren klar zeigt, wie schwierig es war, in dieser Zeit zu leben. Wer nur die Idylle zeigt, verleugnet das Gewesene, und wir müssen verhindern, dass sich gewisse Dinge aus der Vergangenheit wiederholen.Thomas Krytzner

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