Zwischen Neckar und Alb

Durchstarten für mehr Klimaschutz

Personalie Dr. Christine Griebel bekleidet die neu geschaffene Stelle der Klimaschutzmanagerin für den Landkreis Esslingen.

Seit Kurzem neu im Amt für den Landkreis: Klimaschutzmanagerin Dr. Christine Griebel. Foto: Uwe Gottwald
Seit Kurzem neu im Amt für den Landkreis: Klimaschutzmanagerin Dr. Christine Griebel. Foto: Uwe Gottwald

Kreis. Christine Griebel ist die erste Klimaschutzmanagerin für den Landkreis. Die neu geschaffene Stelle ist in der neuen Stabsstelle Klimaschutz angesiedelt.

Die Klimaschutzmanagerin initiiert Maßnahmen, die vom Landkreis selbst entschieden werden können. Dafür bringt Christine Griebel einiges an Erfahrungen mit. Die 42-jährige Geografin war zuletzt sechs Jahre lang bei der Stadt Schopfheim im Landkreis Lörrach beschäftigt, wo sie vor allem die Teilnahme der Stadt am European Energy Award koordinierte, was einer Querschnittsaufgabe innerhalb der Verwaltung gleichkommt. Zuvor war sie an der Universität Basel in der Stadt- und Regionalforschung tätig. So nennt sie als eines ihrer ersten Projekte denn auch den Aufbau eines kommunalen Netzwerks zu Klimaschutz und -anpassung in der Bauleitplanung und Stadterneuerung.

Das ist einer der knapp 100 Vorschläge aus dem Klimaschutzkonzept. „Mit dem Konzept haben wir eine sehr gute Arbeitsgrundlage“, bestätigt Christine Griebel. Großes Potenzial für Energieeinsparungen stelle das Klimaschutzkonzept auch in der Sanierung von Altbauten und in energieeffizientem Neubau fest. „Haus der Zukunft“ will die Klimaschutzmanagerin dazu einen künftig jährlich ausgetragenen Wettbewerb nennen, bei dem besonders gelungene Projekte hervorgehoben werden, um andere Bauherren zur Nachahmung zu motivieren.

Eine weitere Projektidee für die nahe Zukunft steht unter dem Motto „100 Prozent solar - Förderung von Photovoltaik und Solarthermie“. Dabei sollen Dachflächen möglichst vollständig für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie ausgebaut werden. „Auch die Kombination mit Speicherkapazitäten wie eigens bereitgestellte Batterien oder in Elektrofahrzeugen soll dabei eine Rolle spielen“, betont die Klimaschutzmanagerin. Mit einer kreisweiten Kampagne sollen private Gebäudeeigentümer informiert und beraten werden. Auch eine Förderstrategie des Landkreises sei dazu angedacht.Uwe Gottwald

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