Zwischen Neckar und Alb

Eifersucht war wohl Motiv für Bluttat

Der 53-Jährige, der am Sonntag in Leinfelden-Echterdingen eine Prostituierte und anschließend sich selbst tötete, handelte ­vermutlich aus Eifersucht.

Leinfelden-Echterdingen. Absolute Gewissheit wird es über das Motiv für den Messerangriff unweit des Bordells Paradise in Leinfelden nicht mehr geben können: Angreifer und Opfer sind noch am Tatort verblutet. Es gibt aber aus gut unterrichteten Kreisen Hinweise darauf, dass Eifersucht im Spiel war. Der 53-jährige Angreifer soll verliebt gewesen sein und die rumänische Prostituierte, die im „Paradise“ in Leinfelden-Echterdingen gearbeitet und auch gewohnt hat, nicht nur für die Liebesdienste bezahlt haben.

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Der Mann aus Bad Mergentheim, der verheiratet und offenbar Vater von vier Kindern war, soll hohe Geldbeträge gezahlt haben. Unter anderem gab er der 25-jährigen Rumänin 10 000 Euro, die sie, wie mit ihm abgesprochen, für eine Nasenkorrektur ausgab.

Der Mann war nicht nur regelmäßig Freier der Prostituierten, sondern machte sich wohl Hoffnungen, dass mehr daraus werden könnte. Aus dem Umfeld des Etablissements ist zu hören, dass er rasend eifersüchtig war, weil die junge Frau auch noch mit anderen Männern privaten Kontakt hatte. Möglicherweise geriet der 53-Jährige am Sonntagnachmittag darüber so sehr in Streit mit der Frau, dass er zum Messer griff und sie in den Hals stach. Die Rettungskräfte, die kurze Zeit später in der Dieselstraße in Leinfelden eintrafen, konnten nur noch ihren Tod feststellen. Der Angreifer richtete nach der Tat das mitgebrachte Messer gegen sich selbst. Auch er starb in der Einfahrt eines wenige Meter vom Bordell entfernten Firmengeländes, wo sich die Tat abgespielt hatte.ez