Zwischen Neckar und Alb

Eine Ehrung für das „Kraftpaket“

Auszeichnung Malteser-Geschäftsführer Marc Lippe erhält die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Aus den Händen von Nürtingens Oberbürgermeister Johannes Fridrich (links) nahm Marc Lippe (rechts) die Staufermedaille und die U
Aus den Händen von Nürtingens Oberbürgermeister Johannes Fridrich (links) nahm Marc Lippe (rechts) die Staufermedaille und die Urkunde entgegen. Foto: Jürgen Holzwarth

Nürtingen. Es war kein Zufall, dass die Verleihung der Medaille auf den vergangenen Montag fiel. Just an diesem Tag vor einem Jahr wurde das Corona-Abstrichzentrum (CAZ) auf dem Oberensinger Festplatz in Betrieb genommen. Marc Lippe hatte am Gelingen dieses Projekts, sowohl in Nürtingen als auch bei der Messe auf den Fildern, großen Anteil, hatte es federführend konzipiert. Zwischenzeitlich wurden an beiden Zentren über 50 000 Menschen getestet.

Der langjährige Weggefährte und Malteser-Kreisbeauftragte, Thaddäus Kunzmann, bezeichnete seinen Freund als das Nürtinger „Kraftpaket“. Pro Jahr werden rund 50 Persönlichkeiten mit der Staufermedaille bedacht, „Marc Lippe bekommt sie jetzt völlig zu Recht“, so Kunzmann.

Fastfood als Ideengeber

Auch Nürtingens Oberbürgermeister Fridrich würdigte die Leistungen Lippes. Die „Drive-in-Idee“ ist wohl der Nähe eines Fastfood-Restaurants zu seinem Wohnort geschuldet, schmunzelte Johannes Fridrich. So fand dieses Konzept in der internationalen Presse Beachtung, sogar in der „New York Times“. „Unser Preisträger, der Vater des CAZ, ist ein Lebensretter“, sagte der Oberbürgermeister. „Dass er in Krisensituationen Verantwortung übernimmt, ist nicht erst seit Corona so. Seit 1992 ist Marc Lippe für den Malteser Hilfsdienst tätig, bei vielen Unfällen und Katastrophen, etwa bei der Duisburger Loveparade, beim Amoklauf in Wendlingen oder unlängst beim Brand in der Nürtinger Schafstraße hat Marc Lippe die Einsätze geleitet.“

Lippe selbst sieht sich bescheiden. „Nur im Team ist der Erfolg überhaupt möglich.“ Er dankte in erster Linie seiner Frau Susanne, die großen Anteil an seiner Arbeit hat, seinen Kameraden und würdigte auch die tolle Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz. Jürgen Holzwarth

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