Zwischen Neckar und Alb

Eine Lobby für psychisch Kranke

Engagement Die Beschwerdestelle IBB übt Kritik an der Psychiatrie in Kirchheim. Corona steigere das Gefühl der ­psychisch kranken Menschen, „weggesperrt“ zu sein. Von Roland Kurz

Die Pandemie verschlimmert bei psychisch Kranken das Gefühl des Alleingelassenseins. Symbolfoto
Die Pandemie verschlimmert bei psychisch Kranken das Gefühl des Alleingelassenseins. Symbolfoto

Psychisch kranke Menschen haben keine Lobby.“ Diese Feststellung macht der Psychotherapeut Gerth Döring. Die Klinik sitze immer „am längeren Hebel“, wie er sagt. Als Patientenfürsprecher versucht Döring, über die IBB - die Informations-, Beratungs- & Beschwerdestelle - das Kräfteverhältnis in der psychiatrischen Versorgung etwas auszubalancieren. Sechs ehrenamtliche Fürsprecher kümmern sich im Kreis Esslingen um die Anliegen von Patienten und deren Angehörigen. Das Thema Fixierung ist dabei ...

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Fixierung als letztes Mittel

Hilfsmittel zur Fixierung eines Patienten kommen nur im letzten Schritt zum Einsatz. Symbolfoto
Hilfsmittel zur Fixierung eines Patienten kommen nur im letzten Schritt zum Einsatz. Symbolfoto

Die Rolle des Amtsgerichts: Die Kirchheimer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie befasst sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie man möglichst wenig in die Freiheit des Patienten eingreift. Das betont Christian Jacob, der Chefarzt an der Kirchheimer Medius-Klinik. Keine Zwangsmaßnahme sei gut und jede freiheitsentziehende Maßnahme müsse vom Amtsgericht genehmigt werden. Nur wenn ein Mitarbeiter oder Mitpatient körperlich attackiert werde, „greifen wir zum letzten Mittel“, erklärt Jacob und betont, dass die Maßnahme, sofern sie länger als eine halbe Stunde dauere, nachträglich vom Amtsgericht bewertet werde. Alle zwei Jahre komme eine Kommission des Landes ins Haus, um zu prüfen, wie die Klinik mit freiheitsentziehenden Maßnahmen umgehe.

Schulung von Personal: Das Personal werde regelmäßig von einer erfahrenen Krankenschwester im Pair-Training geschult, wie es sich in aggressionsbeladenen Situationen verhalten könne. Bei Fortbildungen ließen sich die Mitarbeiter selbst fixieren, um die Situation nachempfinden zu können. Das vierstufige Deeskalationskonzept der Gesellschaft für Psychiatrie entspreche den Klinik-Leitlinien, allerdings stelle sich die Frage nach der praktischen Bedeutung im Klinik-Alltag, sagt Jacob. Es gebe Patienten, die sich ungern so eng anfassen ließen, wie es das Konzept vorsieht. rok