Zwischen Neckar und Alb

Eine Plattform für die Künstler der Region

Kunst Die Ausstellung der Freien Kunstakademie Nürtingen in der Kreissparkasse zeigt vielfältige Werke.

Andrea Günderas‘ gemaltes Tagebuch „Zu viel los - ein Jahr hat nur 365 Tage“ zeigt viele kleine Ausschnitte. Foto:  Petra Bail
Andrea Günderas‘ gemaltes Tagebuch „Zu viel los - ein Jahr hat nur 365 Tage“ zeigt viele kleine Ausschnitte. Foto: Petra Bail

Nürtingen. Gute Frage: Warum gibt es eigentlich keinen Vortisch, wo sich doch der Nachtisch so großer Beliebtheit erfreut? Der Titel von Andrea Günderas macht sich Gedanken und malt ein Tagebuch. „Zuviel los - ein Jahr hat nur 365 Tage“ macht deutlich, dass der Anspruch des Tagwerks nicht zu halten ist. Aber zumindest der Ausschnitt macht Spaß. Man kann sich in den kleinformatigen Bildern wunderbar verlieren, die den Alltag der Studentin der Freien Kunstakademie Nürtingen in Wort und Bild widerspiegelt.

Talentierte Künstler fördern

Zwölf Studierende des Fachbereichs Malerei zeigen im Fritz-Ruoff-Saal der Kreissparkasse Nürtingen unter dem Motto: „Auf dem Weg zum Bild“ ihre Arbeiten - und die geben einiges zum Schauen, Schmunzeln und Nachdenken her. In dem Raum, in dem renommierte Künstlerpersönlichkeiten wie Friedrich Meckseper, Thomas Lenk oder Moritz Baumgartl ausgestellt haben, sind nun Arbeiten derjenigen zu sehen, die im Begriff sind, ihre eigenständige künstlerische Position zu finden, wie Leiterin Katrin Burtschell in ihrer Einführungsrede im Rahmen der Vernissage sagte. Mit diesem Beitrag im Rahmen der 30. Nürtinger Kunsttage möchte die Kreissparkasse Künstlern der Region eine Plattform bieten, betonte Uwe Alt, Direktor der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Die Idee stammt von dem Kunsthistoriker Tobias Wall, der die Kreissparkasse künstlerisch berät. Das Ziel sei, „gute Leute aus der Region in unsere Räumlichkeiten zu bringen“, so Wall, der sich von der Qualität und Vielfalt der Arbeiten beeindruckt zeigt: „Malerei, die alles zu bieten hat: klein und groß, Abstraktion und Figuration und sogar unterschiedlichste Porträtarbeiten.“

Beispielsweise von Jelena Micovic, die mit dem Bild „Fenster“ sogar für den ersten Südwestdeutschen Kunstpreis der Stiftung Kreissparkasse nominiert wurde. Dass man immer auf der Suche nach den besten Leuten, durchaus in der Hölderlinstadt fündig werden kann, zeige, so Alt, auch die Gewinnerin des bedeutenden Preises.

Ausstellung bis 9. November

Kuratiert wurde die Präsentation von Thomas Heger, Leiter des Fachbereichs Malerei. Durch die Vielfalt lassen sich sowohl Richtung als auch Entwicklung der aktuellen Kunstschaffenden ablesen. So unterschiedlich die Bildwelten, so unterschiedlich seien schließlich auch die Personen, die hinter den Arbeiten stehen. Die Arbeiten sind bis Freitag, 9. November, zu den üblichen Öffnungszeiten in der Kreissparkasse zu sehen. Petra Bail

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