Zwischen Neckar und Alb

Einen neuen Blick auf die Stadt werfen

Sport Das Stadtmarketing Esslingen bietet jetzt Stand-Up-Paddling durch die Natur und die Kanäle an. Ein nicht immer ganz trockenes Vergnügen. Von Dominic Berner

Etwa zweieinhalb Stunden dauert die Erkundungstour auf dem Wasser. Foto: Roberto Bulgrin
Etwa zweieinhalb Stunden dauert die Erkundungstour auf dem Wasser. Foto: Roberto Bulgrin

Das Esslinger Stadtmarketing hat seit Ende Juni eine neue Attraktion im Angebot: Stand-Up-Paddling auf dem Neckar, oder kurz: SUPen. Bei der Trend-Wassersportart stehen die Teilnehmer auf einem speziellen Board und bewegen sich mit einem langen Stechpaddel fort. Schon seit Jahren begeistert das Stehpaddeln immer mehr Menschen. Zusammen mit ihrem Partner „WannaSUP?“ bietet das Stadtmarketing nun Touren an. „Und das ist gerade in der Corona-Zeit ideal. Jeder hat sein eigenes Brett, und man hält automatisch genug Abstand“, sagt Michael Scheu, der Organisator bei der Stadt.

So viel vorweg: Wasserscheu sollte man nicht sein. Zwar kämen die meisten Teilnehmer trocken wieder zurück, „aber einer pro Gruppe landet immer im Ne­ckar“, sagt Jule Ludwig, die mit ihrem Mann Jan zusammen „WannaSUP?“ gegründet hat. Schon seit Längerem bieten sie Touren auf dem Fluss an. Gerade an heißen Sommertagen könne ein kurzes Bad im Neckar auch erfrischend sein. „Wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass man schwimmen kann. Und ein bisschen Balance kann auch nicht schaden“, erklärt sie. Ansonsten brauche man keine Vorkenntnisse. Laut Michael Scheu vom Stadtmarketing liegt darin der Vorteil des SUPens: „Das kann man auch gut als Anfänger machen. Die meisten standen vorher noch nie auf einem Board.“

„Anfangs machen wir immer eine Einweisung“, erklärt Jule Ludwig. Auf einer Wiese am Neckarufer in Oberesslingen zeigen sie den Teilnehmern mittels Trockenübungen, auf was sie achten müssen. Wie sie richtig landen, wenn es doch mal wackelig werden sollte, wie sie aus dem anfänglichen Knien aufstehen. „Und dann schnell paddeln, sonst fallt ihr um“, sagt die SUP-Trainerin Ludwig. Im Wasser wird es dann ernst. Die ersten Versuche sind noch etwas wackelig. Aber nach wenigen Minuten stehen alle sicher auf dem Board, die Fahrt beginnt.

„Wir sind sehr flexibel, was die Touren angeht“, sagt Scheu. Wenn beispielsweise eine ganze Gruppe eine Tour buche, könne diese nach individuellen Wünschen angepasst werden. Bislang seien die Fahrten etwa sechs Kilometer lang und dauerten etwa zweieinhalb Stunden. „Wir bieten eine Mischung aus Stadt-Sehenswürdigkeiten und Natur. Alles ist dabei“, betont Scheu. So könne man entweder in Richtung Plochingen in die Natur fah­ren, oder auch nach Esslingen in die Kanäle. Der Preis für die regulären Touren liegt zwischen 49,90 und 59,90 Euro - wahlweise mit Verpflegung.

Auch die Startpunkte der Touren seien flexibel, der Treffpunkt in der Eberspächerstraße in Oberesslingen sei jedoch sehr geschickt. „Aber wir beginnen manchmal auch in Plochingen“, sagt Jule Ludwig. Ausrüstung wie Boards und Neoprenanzüge werden von „WannaSUP?“ verliehen. Wer ein eigenes Board hat, kann aber auch das verwenden.

Aber für wen ist das Angebot geeignet? „Unsere älteste Teilnehmerin war 70 Jahre alt“, sagt Ludwig. „Und klar ist es von Vorteil, wenn man sportlich ist, aber das ist nicht das Wichtigste. Jeder kann mitmachen.“ Auch Michael Scheu betont, dass Stand-Up-Paddling etwas für Jung und Alt ist. Das Highlight bei dem Sport auf dem Neckar sei die neue Perspektive auf bekannte Gebiete.

 

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.esslingen-marketing.de.

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