Zwischen Neckar und Alb

Einkaufsbummler schätzen Kirchheim

IHK untersucht Kaufkraft in der Region

Stöbern und shoppen, das geht in Kirchheim gut.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques
Stöbern und shoppen, das geht in Kirchheim gut.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Die Kaufkraft des Landkreises Esslingen ist 2016 eine der höchsten in der Region Stuttgart. ­Kirchheim ist vorne mit dabei.

Kreis. Mit 3,7 Milliarden Euro liegt die Kaufkraft im Kreis nach der Stadt Stuttgart und dem Landkreis Ludwigsburg auf Platz drei, vor den Landkreisen Rems-Murr, Böblingen und Göppingen. Die gute Lage am Arbeitsmarkt und das Einkommensniveau spiegeln sich in dem Potenzial für den Einzelhandel.

Dabei verfügen die Einwohner von Esslingen über rund 660 Millionen Euro, die sie für den Einkauf zur Verfügung haben. Auch die Bewohner in Filderstadt haben mit 326 Millionen Euro, Leinfelden-Echterdingen mit 294 Millionen Euro, Ostfildern mit 284 Millionen Euro und Kirchheim mit 282  Millionen Euro reichlich Nachfragepotenzial.

Die Kaufkraft pro Kopf liegt bei den betrachteten Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern ebenfalls auf hohem Niveau. Sie ist in Lein­felden-Echterdingen mit 7 579 Euro am höchsten, gefolgt von Ostfildern mit 7 432 und Neuhausen auf den Fildern mit 7 428. Dort wo die Kaufkraft geringer ist, wie in Wernau mit 6 907 Euro, Nürtingen mit 6 849, Plochingen mit 6 804 und Wendlingen mit 6 744, liegt sie immer noch deutlich über dem Durchschnitt Deutschlands mit 6 485 Euro.

Von den verfügbaren 3,7 Milliarden Euro landen 2,7 Milliarden in den Kassen des lokalen stationären Handels. Der Rest fließt in den Online- und Versandhandel sowie in den stationären Handel außerhalb des Landkreises. Herausragende Standorte für den stationären Einzelhandel sind Esslingen mit 639 Millionen Euro Umsatz auf Platz eins vor Kirchheim mit 311 Millionen, Filderstadt mit 255  Millionen, Leinfelden-Echterdingen mit 249 Millionen und Nürtingen mit 247 Millionen Euro.

Der Pro-Kopf-Umsatz des stationären Einzelhandels im Landkreis liegt bei 5 149 Euro und damit etwas unter dem Durchschnitt der Region Stuttgart. Die Bandbreite reicht von Kirchheim mit dem höchsten Wert von 7 800 Euro bis zu Denkendorf mit 3 252 Euro.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Zentralitätskennziffer, die die Kaufkraftbindung einer Stadt oder Gemeinde angibt. Hier liegt Kirchheim mit einer Kennziffer von 123,7 vorne. Der stationäre Einzelhandel der Stadt bindet also erfolgreich Nachfrage über die örtliche Kaufkraft hinaus. Der Wert ist einer der höchsten in der ganzen Region. Auf den nächsten Plätzen folgen Esslingen mit 108,6 und Nürtingen mit 100,1. In Denkendorf und Neuhausen auf den Fildern wird das Geld eher außerhalb ausgegeben.

„Der Landkreis verfügt über eine hohe Kaufkraft und viele interessante Einzelhändler. Der Erfolg des stationären Einzelhandels und die Attraktivität einer Stadt leben vonei­nander. Verwaltung und Politik müssen mit dem Handel zusammenarbeiten, um das regionale Potenzial zu binden“, meint dazu Hilde Cost, Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen.pm

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