Zwischen Neckar und Alb

Elring-Klinger eröffnet neuen Standort

Wirtschaft Automobilzulieferer siedelt in Neuffen seine Batterietechnologie und Teile des elektrischen Antriebs an.

Neuffen. Die Elring-Klinger AG gründet in Neuffen einen neuen Standort. Wie das Dettinger Unternehmen mitteilte, sollen dort mit der Batterietechnologie und Teilen des Geschäftsbereichs elektronische Antriebseinheit wichtige Zukunftstechnologien angesiedelt werden.

Der neue Standort wird auf dem Bielomatik-Gelände sein. Anfang des Jahres werden Teile des Gebäudes bezogen, berichtet Sprecher Dr. Jens Winter. Bielomatik selbst wird mit seinem Geschäftsbereich Kunststoffschweißen Ende dieses Jahres ausziehen und sich nach neuen Räumen umschauen, wie Bielomatik-Geschäftsführer Andreas Kriegler auf Nachfrage bestätigt. Danach wird Elring-Klinger im zweiten Schritt dort weitere Aktivitäten ansiedeln.

Mobilität der Zukunft

Mit diesem Schritt stelle sich Elring-Klinger im Zuge der Transformation neu auf. „Mit dem Standort Neuffen bauen wir ein Kompetenzzentrum für Zukunftstechnologien auf“, sagt Technologievorstand Theo Becker: „Batterietechnologie und elektrische Antriebseinheit sind für Elring-Klinger wichtige Standbeine, um die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Neuffen bietet hervorragende Eigenschaften für diese Weiterentwicklung: nah am Konzernsitz, gute logistische Erreichbarkeit durch die Nähe zu Flughafen und Autobahn, eine effiziente Stadtverwaltung und nicht zuletzt genau für unseren Einsatzzweck geeignete Räumlichkeiten.“

Zu den Aktivitäten bei der Batterietechnologie, die in Neuffen gebündelt werden sollen, zählten ein Vertriebsteam, die Entwicklung, der Musterbau, das „Industrial Engineering“, die Produktionsqualität und das Projektmanagement mit insgesamt rund 125 Beschäftigten. Die Produktion der Zellkontaktiersysteme verbleibe in Dettingen. Zudem werde der Musterbau des Geschäftsbereichs elektrische Antriebseinheit von Dettingen nach Neuffen umziehen. Das sind derzeit etwa 25 Mitarbeiter. Auch seien zukünftige Serienanläufe aus diesem Bereich für den neuen Standort geplant.

Neuffens Bürgermeister Matthias Bäcker freut sich über die Neuansiedlung: „Wenn sich eine Weltfirma wie Elring-Klinger Neuffen zur Beherbergung ihrer wichtigen Zukunftstechnologien aussucht, dann spricht das für unsere Kleinstadt.“ Es sei zwar „mehr als bedauerlich“, so Bäcker, dass eine alteingesessene Firma wie Bielomatik „Zug um Zug aufgelöst“ worden sei. Dass nach Jahren des Personal­abbaus aber bald wieder mehrere Hundert Beschäftigte an dem Standort tätig sein würden - Bäcker rechnet mit über 400 -, sei für Neuffen das wichtigste Merkmal, so der Bürgermeister, der auch auf Gewerbesteuereinnahmen hofft.Henrik Sauer

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