Zwischen Neckar und Alb

Endlich fit für den Arbeitsmarkt

Pilotprojekt Im GARP-Bildungszentrum wird der Deutschunterricht für zehn Flüchtlinge mit Berufsvorbereitung ergänzt.

Plochingen. „Sie sind Pioniere auf einem Weg, den wir öfter beschreiten wollen“, sagte Nadine Woyack vom Esslinger Jobcenter während der Zertifikatsübergabe im GARP-Bildungszentrum in Plochingen. Beim Pilotprojekt der GARP, des Jobcenters, der IG Metall und der Südwestmetall mit dem Titel „Qualifizierung im Metallbereich“ wurde für zehn Wochen Sprachunterricht durch berufsvorbereitende Lehrgänge ergänzt. Das solle zukünftig öfters stattfinden, meinte Woyack. Denn sowohl die deutschen Sprachkenntnisse als auch die fachliche Qualifizierung seien für den Schritt in den Arbeitsmarkt eine wichtige Voraussetzung. Wenn beides vorhanden sei, gebe es gute Beschäftigungsaussichten im Landkreis Esslingen.

An Arbeitgeber vermitteln

Einer der zehn Kursteilnehmer war Mohammed Seid Shifa aus Eritrea. „Wir haben in dieser kurzen Zeit viel gelernt - im Metall- und Elektrobereich sowie im Deutschunterricht“, erklärte der 29-Jährige. Als Projektarbeit wurde ein kleiner Schraubstock aus Metall gebaut. Die Zeit sei viel zu schnell vergangen, findet Seid Shifa - und auch Ralf Schimpf, Projektverantwortlicher bei GARP. Die vermittelten Kenntnisse seien eine gute Ausgangsposition für eine weitere betriebliche Berufsbildung, findet Schimpf. Bereits während der Projektarbeit sei versucht worden, die Kursteilnehmer über die Projektpartner an Arbeitgeber zu vermitteln. Ein Kursteilnehmer hat bereits eine Ausbildungsstelle bekommen, einer beginnt jetzt ein betriebliches Langzeitpraktikum, und einem Teilnehmer wurde ein dreimonatiges Praktikum vermittelt.

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt seien momentan gut, erklärt der Geschäftsführer des Bildungszentrums Dr. Werner Waiblinger. Zukünftige berufliche Qualifizierungen könnte die Menschen aus Gambia, Syrien, dem Irak, dem Iran oder Eritrea erneut zu GARP führen, wie Werner Waiblinger betonte. pm

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