Zwischen Neckar und Alb

Erste Corona-Impfungen im Landkreis

Pandemie Ein mobiles Team des Klinikums Stuttgart hat Impfdosen im Dr.-Vöhringer-Heim verabreicht.

Walter Knapp zeigt seinen Einstich. Der 87-Jährige ist der erste geimpfte Heimbewohner im Kreis Esslingen. Foto: Thomas Krytzner
Walter Knapp zeigt seinen Einstich. Der 87-Jährige ist der erste geimpfte Heimbewohner im Kreis Esslingen. Foto: Thomas Krytzner

Nürtingen. „Es tat gar nicht weh“, freut sich Walter Knapp. Der 87-Jährige ist der erste Heimbewohner im Landkreis Esslingen, dem die langersehnte Corona-Impfung gespritzt wurde. „Die Angst davor war größer als der Piks. Die Impfung selbst habe ich kaum mitbekommen, weil ich mich mit dem Pflegepersonal unterhielt“, berichtet der erleichterte Walter Knapp. Mit dem Impfprozedere ist der Bewohner des Dr.-Vöhringer-Heims in Oberensingen sehr zufrieden. „Alles lief ruhig und freundlich ab, ich wurde sehr gut aufgeklärt.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Sonntag die Corona-Impfaktion in Baden-Württemberg eröffnet. Mobile Teams des Impfzentrums Klinikum Stuttgart besuchten pro Landkreis, für den sie zuständig sind, ein Pflegeheim. Die Privatdozentin des Olgaspitals, Dr. Claudia Blattmann, war mit Notfallsanitäter Tim Patrick Schulz und der Auszubildenden Brikena Hoxha ehrenamtlich im Vöhringer-Heim und hatte 50 Impfdosen dabei. Verabreicht wurde der Impfstoff der Firma Biontech.

Impfbereitschaft ist hoch

Gemäß der Corona-Impfverordnung haben Personen, die mindestens 80 Jahre alt sind, mit höchster Priorität Anspruch auf die Corona-Schutzimpfung, ebenso die Pflegekräfte und das medizinische Personal mit einem sehr hohen Risiko in Bezug auf das Coronavirus. Am Sonntagnachmittag wurden im Dr.-Vöhringer-Heim ausschließlich Personen geimpft, die selbst einwilligen konnten. Unter den Bewohnern sei die Impfbereitschaft sehr groß gewesen, berichtet Pressesprecher Gerhard Fezer.

Ebenso erhielten auch die Mitarbeiter des Heims erste Impfungen. Wie Fezer versicherte, sei die Corona-Impfung für alle freiwillig. „Wir empfehlen unseren Mitarbeitern zwar, sich gegen das Virus impfen zu lassen, die Entscheidung bleibt aber jedem selbst überlassen.“ Frank Wößner, Vorsitzender der Samariterstiftung, zeigte sich über die Impfaktion im Vöhringer-Heim erleichtert und hoffnungsvoll: „Das ist ein Wendepunkt im Kampf gegen Corona. Jetzt braucht es die große Impfbereitschaft in der Bevölkerung.“Thomas Krytzner

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