Zwischen Neckar und Alb

Es herrschen tierisch schlechte Zeiten

Zoo Im Tierpark Nymphaea in Esslingen hoffen die Verantwortlichen des Trägervereins, wenigstens in der Weihnachtswoche Besucher empfangen zu können. Auch die Tiere haben ein Problem mit der publikumslosen Zeit. Von Simone Weiß

Tierpfleger Friedemann Reisch kümmert sich um die Graupapageien und Kakadus. Foto: Roberto Bulgrin
Tierpfleger Friedemann Reisch kümmert sich um die Graupapageien und Kakadus. Foto: Roberto Bulgrin

Ein Laubhaufen mitten auf dem Gehweg: Geht normalerweise gar nicht. Doch in diesen Tagen ist das kein Problem, denn Nymphaea muss Corona-bedingt geschlossen bleiben. Besucher dürfen zumindest bis Ende November nicht in den Tierpark ...

uaf red Nniekelscar in sigsl.Enne haecmdN eeisbrt sonhc ileamn nvo Mttei bsi eMtit iMa odkwnLco sti ads eeink cnfehaei itSoaiunt ned arhhitnceeml inannehmE curhd Egritndtesetirl rneebhc ,egw das enVisebnelre rht,u eine nPuganl sit tchin ci,ömglh nersscOhgiasirtoa na seein Genzr,en aeuvnBobrha enu w.denre

ohD c isChhtopr bei eNmhpaay hseti dsa P:viestio In den emntreontnaWi eis iene hictn os hcms,mli dnen ni dre drnkuenle sthezrieaJ omemk nur nei eVtierl der ralBhueehsezcn rde tSomomearenm mzenms.au uaDmr sind ide ni isedre euährzacssnhcwmte iJatserzhe hircltee zu ea.nrktrevf

nhD enco its veisle rna:des iDe osnst os erniengueig ienegZ omeknm ichtn an ned Zaun n,eartng um dei uz rDe teammrs csHihr nud nsie whibileecr erHam beeilnb uaf iznt.saD Udn huca dei aiegaepPn essnal hcsi ni erhri rloeVei hticn eimnla urcdh ekcieeenLr aonn.ckel Im irthhCspo nreaw eid reieT rhaddenirc,une triwrevr dun hihcilcts lneiate,lgwg iewl eiken rseuBceh im irerkTap ntrswuege rnwea. zJtte sit sda niek morePbl esi: anebh shci teis ienlve Janher uadarf eseteilgltn, dass umz drsehneeJa ewtrte- udn dtigutgwisnbenret enegwi ned egW eehrihr

reriFe tiEtrnti an elHgii Aendb

cehnDno otknen shci erd rpaekirT in nde nttelez Jnhrea tihcn elaengmdnn scZuuhpr knelega:b 0812 wrnued äsGet hägzlt,e im hraJ daorv wnrae es ereBu.hsc In dimees hJar ndsi ide hanZel wenge oCroan neicnbregeho. bA ietMt Mai retfud erd epirkTra azwr senie otePfnr erweid cdoh dei nakpftlisehcM hbea lveei cennehMs ovn meien echsuB ebgana,lthe so prsihoCht Wei se mi mzDeeber iwhet,grtee cohn eanmnid. breA der serenmnasP sit ovan,d sads ztotr laelr dnu tzotr llrea nei etr,gu altre cuBrah uzm Jeaesndehr tbihabenlee wdr:i In der cwonsehicWaheht dunr um dne 2.4 ebezmDre aebhn alel Gäets eenfri iinttrEt in .ehyaamNp In edn ahjnrerVo httea erd ekprriaT na iHgiel nAedb udn an rslevSeti nur am Esenrt ndu eZinwte ,taaWertiehnecshfig 25. udn 6.2 ze,Dbemer bbeil re e.hcglssneso sE ohcn eeranbt d,reenw iew eieds Rgeugnel 0022 dhgatnaheb d,wri os itCrhhosp säKser - rmime rsg,saveetoutz dre cwdooLnk sapTkrire iwrd n.hfuegeabo

dei rtVanhcoerlinwte im neechehtrmanli enterebeirrev,iB med 1095 aAru-enqi nud iineraervrneTer haNpeyam ilnssneg,E rtes nmalie aienemnrdit ,rtnbeae eiw se tetrei.egwh eieKn nihefcae cea,hS nden dsa bnneVierelse lgiet wngee roanCo fua siE. achN ieenr ncurLeogk dre --lnVrRsiAetinuge ntfera hsci die dltrieiMge neEd meebStper ni rde Ohdsefltellrea ni msieiEn-enhrlBgsek zur mgmVsrnaelu - mti aM,knes Atbsdan dnu ebdneesorn rr.osVtcihfne stmdnZeui nektnon os alel uzr lhWa ehednetnS in rnhie ndu erd Vdnorsat ttntesael endrwe. rebA eeadrn anaVntusletregn ndu esntvE wnuerd ltorsseaz neg.thriesc tCiohrhsp reetwisv sbensreod afu edi eeHtmsmeiisre die nsots enEd evomrNbe ni erd eMses Stargttut dei ghte. heBseurc der seesM nnentko mmier eeidrw einen hBescu nvo eypmhaaN onwgneen rwedne. Zmu ahbe edr neeirV in red nehgerVgtenia liosed tsf,tcateirwghe osdssa re orttz Cooanr neie tfuknZu t.ah

Trotz Corona will der Verein ausbauen

Ein Lieblingsobjekt ist der Neubau des „Aufzuchthauses“. Es hatte in seiner langen Geschichte vielen Zwecken gedient, Reptilien und Amphibien, aber auch Pflanzen waren hier schon untergebracht. Nun soll es abgerissen und neu gebaut werden. Ein Millionenprojekt, das der Verein aus Rücklagen und einem erhofften Zuschuss der Margarete-Müller-Bull-Stiftung finanzieren möchte. Ein Mammutprojekt. Es sei laut Christoph Kässer sogar nötig, dann eine Zufahrtsstraße für die Baustellenfahrzeuge quer durch das Hirschgehege zu bauen. Wo die Tiere dann hinkommen, ist noch nicht geklärt. Denn Corona hat auch hier die gesamte Planung durcheinander gewirbelt. Wann es losgeht, ist noch nicht klar.

Die europäischen Sumpfschildkröten haben mit Verzögerungen allerdings kein Problem: Sie haben sich für ihren Winterschlaf tief im Schlamm ihres Geheges eingegraben und sich so unsichtbar gemacht. Und wenn sie im Frühjahr wieder aufwachen, so hoffen viele, dass dann der Corona-Spuk vielleicht wirklich vorbei ist. Nymphaea jedenfalls wäre „tierisch“ froh darüber.

Der Tierpark Nymphaea im Nymphaeaweg 12 in Zell bleibt zumindest im November geschlossen. Auf seiner Website und über Facebook werden die Verantwortlichen darüber informieren, ob und wann die Türen wieder geöffnet werden können. Auch die Gaststätte ist Corona-bedingt geschlossen. Für die Übergangszeit wurde aber ein Lieferservice nach Vorbestellung eingerichtet. Mehr dazu ist auf der Website zu finden, unter www.tierpark-nymphaea.de/.sw