Zwischen Neckar und Alb

„Esslinger Modell“ funktioniert

Passgenaue Hilfe

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Bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen in der Erstunterbringung gilt der Landkreis Esslingen inzwischen landesweit als Vorbild. Durch den ehrenamtlichen Sanitätsdienst des DRK und der mobilen Arztpraxis des Malteser Hilfsdienstes sei eine „passgenaue Versorgung“ vor allem in den großen Notunterkünften möglich.

 

Entlastung für Kliniken

Die mobile Arztpraxis steuert zweimal pro Woche zehn der größten Sammelunterkünfte im Landkreis an. In den regelmäßigen Sprechstunden erhalten derzeit mehr als 1 600 Asylsuchende eine medizinische Betreuung. Auch das DRK ist zweimal die Woche in vier Unterkünften Ansprechpartner, begleitet Flüchtlinge zu Arztterminen, überwacht Therapien oder steht bei Notfällen bereit. Dabei arbeiten die Sanitäter der DRK-Bereitschaft nicht nur mit niedergelassenen Ärzten, sondern auch mit medizinischen Fachkräften aus Reihen der Flüchtlinge zusammen. Eine Grundversorgung, die seit Jahresbeginn neben den Arztpraxen vor allem die Notfallambulanzen in den Krankenhäusern entlastet. Dorthin wandten sich viele Flüchtlinge auch bei kleineren Problemen.

 

Interesse an Impfungen

Etwa die Hälfte der Menschen in den Erstunterkünften lassen sich freiwillig impfen. Das Kreisgesundheitsamt bietet seit Ende 2015 Impfbücher an und klärt Flüchtlinge über Vorsorge-Impfungen auf. bk