Zwischen Neckar und Alb

Europäische Impfwoche hat begonnen

Gestern hat die 11. Europäische Impfwoche begonnen. Sie dauert bis zum 30. April und soll die Bevölkerung für das Thema „Impfen“ sensibilisieren.

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Kreis Esslingen. Die Impfung eines jeden Menschen ist entscheidend für die Verhütung von Infektionskrankheiten und den Schutz von Menschenleben. Die seit 2005 jährlich veranstaltete Europäische Impfwoche will das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen.

Wegen ihrer Impfprogramme ist die WHO in der europäischen Region dem Ziel einer Eliminierung von Masern und Röteln näher denn je.

Die Europäische Impfwoche ist Bestandteil der Weltimpfwoche. In der globalen Kampagne 2016 wird die Notwendigkeit von Impfmaßnahmen während des gesamten Lebens unterstrichen und die Weltöffentlichkeit für die zentrale Bedeutung der Erreichung besonders gefährdeter Gruppen sensibilisiert, die sich in Konfliktsituationen befinden oder unmittelbaren Notlagen ausgesetzt sind.

Masern sind hoch ansteckend und können lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auslösen – aber man kann sie ausrotten. Dafür müssen mehr als 95 Prozent der Menschen gegen Masern immun sein. Zwei Masernimpfungen bewirken das. Auch Röteln würden so verschwinden. Zwar sind immer mehr Kinder gegen Masern geimpft, so werden dieses Jahr 19 von 20 Schulanfängern wenigstens einmal gegen Masern geimpft sein. Nur reicht das noch nicht, denn zwei Impfungen sollten es sein.

Im Landkreis Esslingen hatten 95,2 Prozent der Vier- bis Fünfjährigen eine und 90,5 Prozent auch die zweite Impfung erhalten. Viele Jugendliche und junge Erwachsene wurden als Kinder gar nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft. In Folge war im Jahr 2015 fast die Hälfte der Masernkranken älter als 15 Jahre.pm