Zwischen Neckar und Alb

Fahrverbote sind vom Tisch

Umwelt Aufatmen in Esslingen: Nach aktuellen Messungen werden die Luftschadstoff-Grenzwerte eingehalten.

In der stark befahrenen Grabbrunnenstraße sind Schadstoffe in der Luft gemessen worden.
In der stark befahrenen Grabbrunnenstraße sind Schadstoffe in der Luft gemessen worden.

Esslingen. Die Stadt Esslingen muss keinen Luftreinhalteplan mehr aufstellen. Das hat das Regierungspräsidium Stuttgart am Dienstag mitgeteilt. Damit sind auch Fahrverbote vom Tisch. 2019 sei der gesetzliche Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter in Esslingen eingehalten worden. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hatte im Frühjahr die Werte der 2019 gemessenen Luftschadstoffe veröffentlicht. Der NO2-Jahresmittelwert betrug 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an der Messstelle Grabbrunnenstraße und 35 Mikrogramm an der Messstelle in der Schorndorfer Straße.

„Wir wollen, dass in Esslingen langfristig die Grenzwerte eingehalten werden“, betonte Regierungspräsident Wolfgang Reimer, dessen Behörde für die Luftreinhaltung und Luftreinhaltepläne zuständig ist. Er erklärte, dass es um mehr als die Einhaltung der Grenzwerte gehe: „Wir wollen saubere Luft für die Bürgerinnen und Bürger.“ Das Regierungspräsidium habe daher in einem Luftreinhaltepapier die gemeinsamen Bemühungen mit der Stadt für saubere Luft und die dafür ergriffenen Maßnahmen dokumentiert. Bei den Messungen der Konzentration an Partikeln mit einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometern (PM10-Immissionskonzentration) seien seit Messbeginn keine Grenzwert­überschreitungen ermittelt worden. Aus diesem Grund wurden Anfang des Jahres die Messungen für Feinstaub eingestellt.

Oberbürgermeister Jürgen Zieger hatte Fahrverbote immer verhindern wollen. Dass dieses Ziel inzwischen erreicht ist, reicht ihm aber nicht. „Saubere Luft ist ein hohes Gut und die Einhaltung der NO2-Grenzwerte daher von großer Bedeutung für die Stadt Esslingen“, sagte er. „Um diesen Erfolg zu verstetigen, legen wir bei unseren Maßnahmen einen deutlichen Schwerpunkt auf das Ziel, den Anteil des ÖPNV, des Radverkehrs und des Fußgängerverkehrs bei der Mobilität deutlich zu steigern.“ Diese Bemühungen sollen dazu führen, dass die Einhaltung des Grenzwertes für Stickstoffdioxid auch künftig gesichert ist. Klaus Harter

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