Zwischen Neckar und Alb

Forstverwaltung baut ihr pädagogisches Angebot aus

Stabwechsel Cordula Samuleit übernimmt die Leitung des Kreisforstamts. Ihr Vorgänger Watzek wechselt zum ForstBW.

Landrat Eininger (rechts) und seine Stellvertreterin Marion Leuze-Mohr (links) setzten Cordula Samuleit als Leiterin des Kreisforstamts ein. Links neben ihr ihr Vorgänger Anton Watzek. Foto: la

Kreis. Nach sieben Jahren an der Spitze des Kreisforstamtes Esslingen hat Anton Watzek eine neue Aufgabe übernommen. Seit Anfang des Jahres leitet er beim Forstbetrieb Baden-Württemberg (ForstBW) den Bezirk Schurwald, wo er für 13 300 Hektar Staatswald und 41 Mitarbeiter verantwortlich ist. Seine Amtsleiterstelle in Esslingen übernahm Cordula Samuleit. Landrat Heinz Eininger und seine Stellvertreterin Marion Leuze-Mohr führten die 54-jährige Forstdirektorin vor Kurzem in ihr Amt ein.

„Wir werden auch in den neuen Strukturen dafür sorgen, dass unser Wald in Zukunft seine vielfältigen Funktionen für die Waldbesitzer und die Allgemeinheit dauerhaft erfüllen kann“, lautet das Credo der beiden Führungskräfte. Samuleit war sieben Jahre lang als Geschäftsführerin des Naturparks Neckar-Odenwald tätig. Ihre Erfahrungen in der Naturparkförderung und Regionalentwicklung sowie im Tourismus stellten eine gute Grundlage für die Arbeit im Forstamt und in der Region dar, so der Landrat. Samuleits Dienstsitz ist Kirchheim. Das Kreisforstamt hat zehn Revierförster und elf Mitarbeiter im Innendienst, davon zwei in der kommunalen Holzverkaufsstelle.

Hintergrund des Amtswechsels ist eine Umstrukturierung der Forstverwaltung in Baden-Würt­temberg. Zum 1. Januar wurde das Einheitsforstamt, welches bisher für alle Waldbesitzarten (Staatswald, Kommunalwald und Privatwald) zuständig war, aufgegeben. Der Staatswald wurde aus diesem Verbund herausgelöst und wird künftig von der ForstBW, einer Anstalt öffentlichen Rechts, bewirtschaftet. Für die Beratung und die Betreuung der Kommunal- und Privatwaldbesitzer ist weiterhin das Forstamt des Landratsamtes Esslingen verantwortlich. Auch sämtliche hoheitliche Aufgaben werden von der Unteren Forstbehörde des Landratsamtes ausgeübt. Dazu gehören forstrechtliche Angelegenheiten, die Beratung von Waldbesitzern und die forstliche Förderung. Das waldpädagogische Angebot für Schulen und Kindergärten soll zukünftig bei beiden Forstorganisationen ein größeres Gewicht bekommen und in den neuen Strukturen spürbar ausgebaut werden.

Die Staatswaldflächen des Kreises, etwa 6 500 Hektar und damit rund ein Drittel der Waldfläche im Landkreis, gehen vollständig zum ForstBW über und werden schwerpunktmäßig dem Forstbezirk „Schurwald“ zugeordnet, der seinen Sitz in Göppingen hat. Außer dem Staatswald gibt es im Landkreis 10 500 Hektar Kommunal- und Körperschaftswald. Weitere 2 500 Hektar Wald sind im Besitz von Privatleuten. Durch die Neuorganisation wechseln 15 Mitarbeiter vom Kreisforstamt Esslingen zum ForstBW.Harald Flößer

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