Zwischen Neckar und Alb

Freie Wähler sehen Potenzial im Heidengraben

Politik Vor-Ort Termin auf dem Erlebnisfeld, das ein riesiges kulturelles Erbe der Alb darstellt.

Die Freien Wähler informierten sich vor Ort über den Heidengraben. Foto: privat

Region. Bürgermeister Roman Weiß aus Erkenbrechtsweiler informierte die interessierten Gäste darüber, welch kulturhistorischer Schatz hier schlummert. Dies wird bei einem Blick ins erste und zweite Jahrhundert vor Christus deutlich. 10 000 Einwohner beheimatete zu jener Zeit die so genannte Elsachstadt und war damit die bevölkerungsreichste Keltensiedlung Europas. Noch heute zeugen Wälle, Zangentore und Grabhügel von dieser Zeit. Diese wieder sicht-, greif-, und erlebbar zu machen ist Ziel einer gemeinde- und landkreisübergreifenden Initiative.

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„Touristisches Potenzial, aber auch ein interessantes Thema für Einheimische und Schulen“, sieht Kreisrätin Verena Grötzinger aus Owen in dem Projekt. Birgit Brenner aus Dettingen betont Verknüpfungspunkte mit Biosphärengebiet und dem Rad-Wanderbus des Landkreises. Auch der tourismuserfahrene Michael Kuch vom Sulzburghof in Unterlenningen schreibt dem Projekt Heidegraben große Chancen zu. Diese sieht Dietmar Brendel aus Neidlingen durch die vorbildliche interkommunale Zusammenarbeit der drei Kommunen Erkenbrechtsweiler, Hülben und Grabenstetten gestärkt.

Von Erkenbrechtsweilers stellvertretendem Bürgermeister und Kreistagsbewerber Werner Huber erfuhr die Runde, dass alle drei beteiligten Kommunen als so genannte Satelliten-Standorte eine wesentliche Rolle im Gesamtkonzept Erlebnisfeld Heidengraben einnehmen: Grabenstetten mit dem Heidengrabenmuseum, Erkenbrechtsweiler mit dem restaurierten Zangentor und Hülben mit einem geplanten Grubenhaus. Da der Landkreis bereits heute zahlreiche Hinweistafeln entlang des 27 Kilometer langen Wanderwegenetzes unterhält, regt er deren Erneuerung und Neukonzipierung im Rahmen des Erlebnisfeldes Heidegraben an. Ergänzend kann sich Kreisrat Johannes Züfle aus Weilheim vorstellen „durch digitale Anwendungen die großartige Geschichte auf moderne Weise erlebbar zu machen.“ Als amtierender Regionalrat sieht er auch eine Bezuschussung mit Mitteln aus dem Programm Landschaftspark des Verbands Region Stuttgart positiv. pm