Zwischen Neckar und Alb

Freude bei der Bürgerinitiative

Die Absage der EnBW und der Stadtwerke Esslingen (SWE) an einen Windpark auf dem vorderen Schurwald „ist ein krönender Abschluss für uns“, sagt Peter Horngacher, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Aichwald. Dass die Windstärke nicht reicht für einen wirtschaftlichen Betrieb, überrascht ihn und seine Mitstreiter allerdings nicht. „Das bestätigt, was wir immer gesagt haben.“ Die Initiative hatte die im Windatlas genannten Werte immer als zu hoch bezeichnet. „Es ist eine ganz tolle Sache, dass endlich Ruhe einkehrt“, freut sich Peter Horngacher. „Wir lassen auf jeden Fall die Sektkorken knallen.“ Sein Vorstandskollege Heinz Stiller gießt etwas Wasser in den Sekt. Ein Windpark ist für ihn „nicht ganz vom Tisch“. Solange das Vorranggebiet im Regionalplan stehe, könne ein Investor kommen und sagen, ihm reichten die geringen Windstärken – und dann Windräder aufstellen. Er war mit anderen Vorstandsmitgliedern im Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart. Sie kritisieren, dass der Ausschuss das Vorranggebiet trotz der aktuellen Messwerte nicht gleich aus dem Regionalplan genommen hat. Endgültig darüber entscheiden wird die Regionalversammlung am 30. September. Heinz Stiller sieht den Regionalverband in einer Zwickmühle: Wenn die Windstärken vorne auf dem Schurwald nicht für einen wirtschaftlichen Betrieb reichten, dann in den dahinterliegenden Gebieten erst recht nicht, sagt er. „Das gibt einen Flächenbrand.“ „Ich freue mich darüber, weil uns weitere Auseinandersetzungen mit den Projektträgern erspart bleiben“, sagt Aichwalds Bürgermeister Nicolas Fink. Wie die Bürgerinitiative hebt er hervor, dass die Projektbetreiber Wort gehalten haben. Sie hatten immer betont, nur dann einen Windpark zu bauen, wenn er wirtschaftlich ist. Am Donnerstag, 30. Juli, kommen um 17 Uhr Regionalräte nach Aichschieß zur „Waldschenke“, um gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiative Pro Aichwald das geplante Vorranggebiet zu besichtigen. Interessierte sind eingeladen. kh


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