Zwischen Neckar und Alb

Frieda hat Hunger, Gerd will seine Ruhe

Ferientipp Langeweile gibt es hier nicht: Im Beurener Freilichtmuseum kann jeder einmal Schafe füttern, Kaninchen streicheln oder etwas über die kleinen und großen Tiere lernen. Von Linda Kircheis

Mahlzeit! Für die Schafe im Beurener Freilichtmuseum gibt es Hafer und Brot. Die Kinder lassen sich das Essen geduldig von den H
Mahlzeit! Für die Schafe im Beurener Freilichtmuseum gibt es Hafer und Brot. Die Kinder lassen sich das Essen geduldig von den Händen schlabbern. Foto: Carsten Riedl

Wer schon aus dem Urlaub zurückgekehrt ist oder vielleicht gar nicht weg geht und noch einen Ferientipp braucht, ist hier genau richtig. Zusammen mit Mitarbeitern des Freilichtmuseums können Groß und Klein Gänse, Hühner, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Schnecken in Beuren beobachten und sogar bei der Fütterung aktiv mithelfen. Ganz nebenbei lernt man dann auch noch etwas über die Ernährung, über die Rassen, die im Museum vertreten ist und anderes Wissenswertes über Tiere.

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Nach ein paar Schritten trifft man schon auf die ersten tierischen Bewohner des Museums: Hühner. Die sind eigentlich Allesfresser, wie Julian Schön, der gerade ein freiwilliges ökologisches Jahr im Museum macht, erzählt. Meistens bekommen sie jedoch Legemehl und Körner. Das Futter werfen die Kinder mit Begeisterung über den Zaun zu den Hühnern - und denen schmeckt‘s.

Auch die Hasen haben Hunger

Als Nächstes geht es zu den Schafen. Die scheinen schon zu wissen, was es gibt, und kommen zum Zaun, wo die Kinder ihnen Brot und Hafer auf flacher Hand an den Zaun halten. Wenn die Schafe das Futter mit den Lippen und der Zunge von der Hand der Kleinen schlecken, gibt es großes Gelächter und auch einige Überraschungsausrufe von den Kindern. „Ich will noch mal“, schreien sie und greifen in den Eimer. Doch auch für die Ziegen soll das Futter noch reichen, also geht es jetzt weiter.

Foto: Carsten Riedl

Dann der sichtliche Höhepunkt für die Kids: Kaninchen. Während Julian Schön alle Stalltüren öffnet, bekommt er besorgte Fragen der Kinder, ob sie denn nicht herausspringen würden, wenn er den Stall einfach so öffne. In einem beruhigenden Ton meint er aber: „Das machen die Kaninchen nicht. Ihr müsst euch da keine Sorgen machen.“ Er beauftragt alle, Löwenzahn und anderes Grünzeug zu suchen, und es den Hasen zu geben. Während Frieda, Liesel, Mina und Erna sich auch streicheln lassen, geht das Männchen Gerd lieber in das Außengehege hinter dem Stall, wo es seine Ruhe hat.

Lieblingsessen: Hafer

Die ältesten Kinder der Gruppe, zwei elfjährige Jungs, scheinen besonders begeistert vom weichen Fell der Rheinischen Schecken zu sein. „Was kosten die denn? Und wo bekomm ich so einen Hasen her?“, wollen die Jungen wissen. Bei den Ziegen läuft es ähnlich ab wie bei den Schafen, außer dass die Ziegen nur noch Hafer bekommen, da die Schafe schon das ganze Brot gegessen haben. Bubi, Hannes und Nanni sind große Ziegen mit weißem Fell und langen Hörnern. Sie sind aber sehr lieb und fressen den Kindern auch hier die Körner von der flachen Hand. Hilde dagegen, eine Schwarzwaldziege, ist klein und hat schwarzes Fell, liebt den Hafer aber genauso sehr.

Info Wer Frieda, Liesel, Mina und Erna auch einmal streicheln möchte, sollte einmal bei der Fütterung der Museumstiere dabei sein. Sie findet jeden Tag um 15 Uhr statt und startet direkt am Eingang des Freilichtmuseums auf dem Öschelbronner Platz. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, kann problemlos über die gekiesten Wege zu den Tieren gelangen.

Foto: Carsten Riedl