Zwischen Neckar und Alb

Früher arbeiten können

Integration Bis zu 700 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge können gefördert werden. Der Andrang ist groß.

Werkbank, Arbeit, Kurzarbeit
Werkbank, Arbeit, Kurzarbeit

Kreis Esslingen. Im Landkreis Esslingen können Kommunen und gemeinnützige Organisationen bis zu 700 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge einrichten. Diese Maßnahme wird durch Bundesmittel aus dem neu geschaffenen Arbeitsmarktprogramm Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) gefördert.

Zielsetzung der neuen Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge ist es, die Wartezeiten bis zu ihrer Anerkennung durch eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung zu überbrücken. Gleichzeitig bieten die niedrigschwelligen Angebote die Chance, Flüchtlinge an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in das berufliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland, im Alltag können darüber hinaus erforderliche Sprachkenntnisse erworben und Grundkenntnisse verbessert werden.

Die Voraussetzungen für die Maßnahmen erfüllen Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind und das Rentenalter noch nicht erreicht haben. Insgesamt bis zu 30 Wochenarbeitsstunden können im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit geleistet werden. Die Dauer der Maßnahme ist für jeden Geflüchteten ist auf sechs Monate angelegt. Stehen jedoch vor Ablauf der Maßnahme andere Integrationsmaßnahmen wie beispielsweise Sprach- und Integrationskurse zur Verfügung, sind diese vorrangig zu besuchen. Die Flüchtlingsintegrationsmaßnahme kann dann vorzeitig beendet werden.

Die gewonnenen Fähigkeiten und Kenntnisse können später für weiterführende Maßnahmen genutzt werden. Diese Arbeitsgelegenheiten ermöglichen also Chancen, sich bis zur Entscheidung über den Asylantrag weiter zu qualifizieren. In wenigen Tagen wurden über 150 Anträge auf Einrichtung einer Arbeitsgelegenheit gestellt. Das Programm findet bisher eine große Resonanz.pm/ Foto: Bächle

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