Zwischen Neckar und Alb

Fürs Gemüt und für den Magen

Fest Mit vielseitigem Programm wurde das 25-jährige Bestehen des Fördervereins des Freilichtmuseums gefeiert.

Der Schmied war früher ein wichtiger Handwerker - heute gibt es nur noch wenige, die den Beruf ergreifen wollen. Foto: Mara Sand
Der Schmied war früher ein wichtiger Handwerker - heute gibt es nur noch wenige, die den Beruf ergreifen wollen. Foto: Mara Sander

Beuren. Das Freilichtmuseum Beuren ist immer mehr als nur einen einzigen Besuch wert. Das bestätigen die Besucher jedes Mal bei den vielen verschiedenen Veranstaltungen, denn sie kommen immer wieder. Zum Erfolg des Museums trägt auch der Förderverein bei, den es nun seit einem Vierteljahrhundert gibt.

Das Programm mit Beiträgen „fürs Gemüt und für den Magen“, wie der Fördervereinsvorsitzende Hans Weil als „Büttel“ in historischer Uniform verkündete, glich außerdem einem Spiegelbild der Aktivitäten der Vereinsmitglieder. Die feierten nämlich nicht, sondern waren voller Begeisterung für die Sache im Einsatz, angefangen vom Team der freundlichen und hilfsbereiten Parkplatzeinweiser bis zu denen, die altes Handwerk wie Schmiedekunst und Wollespinnen vorführten, über die einzelnen Stationen informierten oder in „Tante Helenes Lädle“ Dienst hatten. Eine Mitarbeiterin war sogar mit dem Fahrrad von „Tante Helene“, der Nürtingerin Helene Schach, unterwegs, das bestens erhalten ist.

Die Programmpunkte ließen kaum Wünsche offen, allenfalls den, dass das Wochenende nicht so schnell vorbei sein möge, denn ein Kaleidoskop-Wagen war ebenso Attraktion wie die verschiedenen Vorführungen und Musikbeiträge. Es gab Gewinnspiele wie das Wasserschätzspiel der Panoramatherme und die Möglichkeit, mit mitgebrachtem Gartenstuhl und Picknickdecke im Museumsdorf eine Auszeit von der Alltagshektik so zu nehmen, wie es früher bei kleinen Ausflügen vielfach üblich war.

Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Neckartailfingen und der Musikverein Großbettlingen waren zwei der insgesamt zehn Musikgruppen, die das vielseitige Programm mitgestalteten. Dazu gehörte auch der ­DLRG-Chor der Ortsgruppe Neuffen-Beuren, der unterhalb vom „Vesperplatz mit Weitblick“ auf sein besonderes Projekt hinwies.

Die DLRG-Mitglieder möchten nämlich am 8. November einen Förderverein „zur Rettung der Schwimmhalle Beuren“ gründen, um die Sanierung bezahlen zu können. Die Kleinschwimmhalle wurde in den 1970er-Jahren gebaut. Nun ist der Sanierungsbedarf groß. Die Schwimmhalle bietet „die einzige Möglichkeit im Täle, eine Schwimmausbildung zu machen“, wie Tim Reeth, stellvertretender DLRG-Vorsitzender Neuffen-Beuren, erklärte. 300 Teilnehmer pro Woche, sowohl für Grundkurse als auch für die Ausbildung zum Rettungsschwimmer - eine erkleckliche Anzahl von Schwimmbegeisterten: Hier sieht die DLRG Handlungsbedarf, um die Halle zu erhalten.

Der Förderverein Freilichtmuseum dient dem DLRG-Team als erfolgreiches Vorbild, denn er hat sehr viel bewegt. Die Vereinsmitglieder begleiteten den Museumsauf- und -ausbau sowohl finanziell als auch mit vielfältigen Ideen und Aktivitäten. Auch eine Talk­runde auf der Bühne machte die großartigen Leistungen des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren deutlich. Ein Vorbild, das nachahmenswert ist. Mara Sander

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