Zwischen Neckar und Alb

Geldsegen für das marode Esslinger Tierheim

Sanierung Die Margarete-Müller-Bull-Stiftung will sich mit einem hohen Betrag an dem Projekt beteiligen. Schon nächstes Jahr soll gebaut werden. Von Christian Dörmann

Heimleiter Horst Theillinger zeigt die Verhältnisse: Die Hundeboxen sind beispielsweise alt und viel zu klein. Foto: Bulgrin
Heimleiter Horst Theillinger zeigt die Verhältnisse: Die Hundeboxen sind beispielsweise alt und viel zu klein. Foto: Bulgrin

Vor 40 Jahren wurde das Esslinger Tierheim auf der Neckarinsel gebaut und seither laufend erweitert. An der Einrichtung hat der Zahn der Zeit genagt, lange schon ist das Tierheim sanierungsbedürftig. Nun zeichnet sich eine umfangreiche Erneuerung ab nächstem Jahr ab. Die Rede ist von einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro. Den Hauptanteil will die Margarete-Müller-Bull-Stiftung übernehmen.

Das vom Tierschutzverein Esslingen und Umgebung betriebene Tierheim ist Zufluchtsstätte für Tiere, die Hilfe brauchen. Täglich werden auf der Neckarinsel bis zu 250 Tiere versorgt, wobei das Team von ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. Doch die Anlage ist in die Jahre gekommen: „Vieles ist marode und baufällig“, sagt David Koch, der Vorsitzende des Tierschutzvereins. Noch steht nicht im Detail fest, welche Ausmaße die Modernisierung annehmen wird. Schwerpunkte sind aber die Teilsanierung des bestehenden Hundehauses, der Bau eines neuen Hundehauses, eine Quarantänestation für Katzen und die Neugestaltung der Außenanlagen. Geht alles seinen geregelten Gang, könnten die Arbeiten aus Sicht von David Koch Mitte 2017 beginnen und anderthalb Jahre später beendet werden. Benachbarte Einrichtungen könnten in der Bauzeit aushelfen.

Von einer Luxussanierung kann dabei keine Rede sein. Die Anlage muss sich an neuen Gesetzen und Vorschriften orientieren. So müssen etwa Hundeboxen doppelt so viel Fläche haben wie die derzeitigen Boxen.Bisher war eine umfassende Modernisierung immer an den finanziellen Möglichkeiten gescheitert. Dank der Margarete-Müller-Bull-Stiftung, die sich auch den Tierschutz auf die Fahnen geschrieben hat, ist nun ein großer Schritt möglich. „Von uns aus steht die Sache“, sagt der Stiftungsvorsitzende Franz Longin dazu: „Der Ball liegt nun beim Tierschutzverein und beim Oberbürgermeister.“

Nach einer ersten Schätzung endete die Rechnung für die Modernisierung des Tierheims bei 1,3 Millionen Euro. 100 000 Euro will die Stadt Esslingen beisteuern, die gleiche Summe erhofft man sich als Zuschuss vom Land, und der Tierschutzverein muss seinerseits einen Betrag aufbringen, wie er den Zuwendungen von Stadt und Land entspricht: also 200 000 Euro. Um die Summe aufzubringen, ist der Verein auch auf Spenden angewiesen. Ob diese Zahlen am Ende noch stimmen, wird sich zeigen, denn das Projekt ist planerisch noch nicht ganz abgeschlossen.

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