Zwischen Neckar und Alb

Gemeinderäte schöpfen Narrensuppe für die Gäste

Tradition Am Schmotziga Doschdig wird in Wernau das Rathaus gestürmt und der Narrenbaum aufgestellt.

Die Gemeinderäte verteilen die Suppe.Foto: Sylvia Schmid
Die Gemeinderäte verteilen die Suppe.Foto: Sylvia Schmid

Wernau. Vor dem Rathaussturm am Schmotziga Doschdig verteilen Mitglieder des Wernauer Gemeinderats zur Mittagszeit auf dem Platz vor dem Quadrium hausgemachte Narrensuppe. Aus der militärgrünen Gulaschkanone der ehemaligen DDR wabert dann wieder köstlicher Duft. Die wärmende Speise kommt bei kühlen Temperaturen bei den Passanten gut an, die Stadträte haben immer alle Hände voll zu tun. 1986 fand in Wernau der erste Rathaussturm statt. „Von Anfang an gibt es auch das Narrensupp-Essen in unserer Stadt“, sagt Metzgermeister und damaliger Initiator Otmar Stetter. Jährlich zur Fasnet-Zeit produziert seine Metzgerei gut 150 Liter schwäbische Bohnensuppe nach eigenem Hausrezept. Verarbeitet werden dabei jede Menge frisches Wurzelgemüse, Karotten, Lauch, Kartoffeln und weiße Bohnen - in einer selbst gemachten Fleischbrühe mit knackigen Saiten, versteht sich. Gehe die Fasnet doch der 40-tägigen Fastenzeit voran.

Während die Besucher die Suppe schlürfen, werden am Schmotziga, 28. Februar, ab 13 Uhr die Gees- gass-Deifel vor dem Alten Rathaus den Narrenbaum stellen. Danach zeigen die einzelnen Schulen verschiedene Tanzdarbietungen. Der Wernauer Till wird sich mit Schultes Armin Elbl ein handfestes Wortgefecht liefen, bevor die Wernauer Narren dann das Rathaus stürmen. pm

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