Zwischen Neckar und Alb

Gerechte Obergrenzen gefordert

Wohnen Der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen appelliert, Mietobergrenzen gerecht festzusetzen.

Symbolbild

Region. Der Sozialausschuss des Esslinger Kreistages wird sich heute mit den Mietobergrenzen (MOG) befassen. Der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen appelliert an Landrat Heinz Eininger und Mitglieder des Sozialausschusses, die Mietobergrenzen gerecht und angemessen neu festzusetzen.

Die Mietobergrenzen für den Kreis Esslingen, die im Juli 2018 festgelegt wurden, sollen nun für ein Jahr weiter gelten, weil corona-bedingt keine neuen Datenerhebungen möglich waren. Bereits 2018 war umstritten, ob die Mietobergrenzen der Situation auf den angespannten Wohnungsmärkten im Ballungsraum gerecht werden. Die Oberbürgermeister der großen Kreisstädte Esslingen, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt und Nürtingen befürchteten, dass die Mietobergrenzen die Obdachlosigkeit in ihren Städten befördern werde. Auch die Wohlfahrts- und Sozialverbände meldeten große Bedenken an.

Nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes ist die Beibehaltung der umstrittenen Mietobergrenzen nicht rechtens. Zudem empfiehlt er, auf eine aufwendige Datenerhebung zu verzichten und dem Beispiel anderer Kreise zu folgen, die die Mietobergrenzen nach der Wohngeldbemessung festlegen. pm

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