Zwischen Neckar und Alb

Gesang, Geschichte und Gerechtigkeit*

Gedenken Esslingen würdigt heute Abend Karl Pfaff, den Sängervater und Historiker.

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Esslingen. Vor 150 Jahren, am 6. Dezember 1866, verstarb in Esslingen der schon damals hoch geehrte und vielfach gewürdigte Karl Pfaff. Er war Sängervater und Demokrat, Historiker und Archivar, Pädagoge und Literat, Journalist und Pub­lizist.

Bereits zu Lebzeiten zum Ehrenbürger von Esslingen erhoben, gibt es noch heute zahlreiche Erinnerungsorte in der Stadt und da­rüber hinaus, die auf Karl Pfaff und sein Wirken in und für diese Stadt verweisen: Sein bald nach seinem Tod von den Sängern gestiftetes Denkmal auf der Maille, die Straße in der Pliensauvorstadt, die seinen Namen trägt, die Chorgemeinschaft Karl Pfaff und die Biografie, die ihm Otto Borst gewidmet hat. Auch die Werke von Karl Pfaff selbst – etwa seine in Teilen noch immer gültige Stadtgeschichte – sowie die von ihm geprägten Institutionen wie das Stadtarchiv oder das heutige Georgii-Gymnasium.

Besonderen Ruhm erwarb sich der Demokrat und Patriot Pfaff als „Sängervater“ und Motor der Sängerbewegung, die ihm entscheidende Impulse verdankte: Als Vorstand des Esslinger Liederkranzes, Redner und Organisator der Sängerfeste, unter denen das Esslinger Fest von 1828 eine besondere Rolle einnimmt, und Vordenker des Schwäbischen sowie des Deutschen Sängerbundes.

Aus diesem besonderen Anlass lädt der Chorverband Karl Pfaff und das Kulturamt der Stadt Esslingen am heutigen Freitag ein in den Bürgersaal des Alten Rathauses zur Gedenkfeier zum 150. Todestag von Karl Pfaff. Das Grußwort spricht Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, den Festvortrag hält Professor Dr. Carola Lipp, Göttingen. Die musikalische Umrahmung des Festakts gestalten die Männerchöre Konkordia Zell und Oberesslingen sowie der Frauenchor des Chorverbands Capriccio. Die Gesamtleitung hat Dorota Welz. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.pm

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