Zwischen Neckar und Alb

Geschichten am Nachthimmel

Veranstaltung Beim 15. Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ im Scharnhauser Park in Ostfildern treten drei Pyrotechnik-Teams mit ihren Feuerwerken gegeneinander an. Von Karin Ait Atmane

Bei den „Flammenden Sternen“ leuchtet nicht bloß der Nachthimmel über dem Scharnhauser Park.Foto: oh
Bei den „Flammenden Sternen“ leuchtet nicht bloß der Nachthimmel über dem Scharnhauser Park.Foto: oh

Seit ihrem Start vor 15 Jahren sind die „Flammenden Sterne“ gewaltig angewachsen. Begonnen haben sie mit sechs Catering-Ständen, vier Kassen und einer Bühne. Heute gibt es 52 gastronomische Angebote, 22 Kassen und drei Bühnen. Und jedes Jahr sorgen die Veranstalter für einige Neuerungen bei dem dreitägigen Festival, das am Freitag, 18., und Samstag, 19. August, um 18 Uhr und am Sonntag, 20. August, um 16 Uhr beginnt. Bewährt ist das Ballonglühen und bei entsprechendem Wetter deren Massenstart; und mit sieben Bands, zwei Tanz- und einer Feuershow und mitreißender Percussion ist auch auf den Bühnen ein heißes Programm geboten. Der Flammende-Sterne-Markt, der mit Kunsthandwerk, Schmuck und Accessoires zum Flanieren einlädt, lege ebenfalls jedes Jahr zu, sagt Veranstalter Jürgen Wünsche. Auch bei der kreativen Deko des Festivalgeländes verspricht er Überraschungen. Und die Lasershows, die jeweils den Countdown zum Feuerwerk begleiten, wurden mit doppelt so viel Lasern und technischen Neuerungen ausgebaut.

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Täglicher Höhepunkt ist und bleibt aber das jeweilige Feuerwerk, das nach 22 Uhr 20 Minuten lang am Himmel seine Geschichte erzählt. Die drei Shows stehen im Wettstreit, am Ende bestimmt eine Jury den Sieger. Mit der mexikanischen Truppe Pyro MX und den Fireworks Australia sind wieder zwei weitgereiste Teams dabei. Dritter im Bunde ist die Innovative Pyrotechnik um Joachim Berner, die schon mehrfach mit von der Partie war und immer wieder bei internationalen Wettbewerben absahnt. Das Stuttgarter Unternehmen zeigt seiner großen Fangemeinde zuliebe am Samstag seine „Pyro Rhapsody“, in der sich laut Berner ein dynamischer Anfang mit gefühlvollen, ruhigen Partien und einem sich steigernden Finale vereint. Die australische Truppe habe sich seit ihrer letzten Teilnahme 2010 weiterentwickelt, sagt der Experte. Sie setzt unter dem Titel „Classic Thunder over Germany“ am Sonntag auf klassische und deutsche Musik, während die Mexikaner am Freitag etwas moderner, begleitet von italienischen, spanischen und ebenfalls deutschen Klängen, eine absolut präzise Show namens Different bieten wollen. Zum ersten Mal kann man die Spektakel auch von den 20 Gondeln des Riesenrades aus verfolgen. Sie können für jeweils sechs Personen angemietet werden, zwei Drittel der Plätze sind aber schon vergeben.

Am Familiensonntag liegt ein Schwerpunkt auf dem großen Kinderprogramm. Auch das Sicherheitskonzept wurde an aktuelle Gefahrenpotenziale angepasst. So werden Zufahrtswege teilweise mit Barrikaden gesperrt, außerdem müssen die Besucher mit Rucksackkontrollen rechnen. Trotzdem sei es wichtig, „den Charakter der Familien-Veranstaltung“ nicht zu verlieren, betont Wünsche. Auch deshalb dürfen weiterhin Rucksäcke und Decken mitgebracht werden. Die Planungen gehen von bis zu 33 000 Besuchern pro Abend aus.

Der Vorverkauf für die Flammenden Sterne läuft bereits. Weitere Infos gibt es unter www.flammende-sterne.de