Zwischen Neckar und Alb

Gläubige feiern ein „Brot.Zeit.Fest“ im Freien

Kirche 150 Erwachsene und Kinder verfolgen auf Picknickdecken einen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Das Brot durfte durch die Corona-Bestimmungen nur im Familienkreis geteilt werden.
Das Brot durfte durch die Corona-Bestimmungen nur im Familienkreis geteilt werden. Foto: Thomas Krytzner

Beuren. Die Katholische Kirche im Landkreis Esslingen, der evangelische Kirchenbezirk Nürtingen und die Caritas-Kinderstiftung luden zusammen mit dem Freilichtmuseum Beuren zum Familientag ins Freilichtmuseum ein. Kurz nach 11 Uhr startete beim „Brot.Zeit.Fest.“ eine Picknickdeckenandacht. Über 30 rote Picknickdecken lagen für die Besucher auf der Wiese bereit.

Barbara Strifler, Referentin vom Dekanat Esslingen, eröffnete die Andacht vor rund 150 Erwachsenen und Kindern. Anschließend sang Gemeindereferent Tobias Haas das Mitmachlied „Einfach spitze, dass du da bist“. Normalerweise singen bei den Gottesdiensten im Freilichtmuseum Beu­ren alle gemeinsam, doch diesmal durften die Besucher bei den Liedern nur mit Gebärden mitmachen.

Barbara Strifler erzählte die Geschichte einer Witwe und ihres Sohnes, die beinahe den Hungertod erleiden mussten, aber wie durch ein Wunder die Krise überstanden. Schnell war der Vergleich mit der aktuellen Virus-Situation geschaffen. Die Teilnehmer erfuhren, dass vor über 200 Jahren eine Hungersnot in Baden-Würt­temberg herrschte und dass Mehl mit Kleie, Sägespänen und Heu gestreckt wurde. Das „Hungerbrot“ war damals nur faustgroß und hart. Zur Erinnerung daran gab es kleine Brote, die im Backhäusle des Freilichtmuseums hergestellt wurden. Mit einem Segenslied endete die Andacht. Die Erwachsenen und Kinder hatten danach noch Gelegenheit, sich mit Popcorn der Caritas-Kinderstiftung zu versorgen oder sich an einer der zahlreichen Mitmachaktionen zu beteiligen.Thomas Krytzner

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