Zwischen Neckar und Alb

Hier verdient man mehr als im Schnitt

Statistik Das monatliche Bruttogehalt im Landkreis Esslingen beträgt 3974 Euro. Das ist Platz 22 in Deutschland.

Geld
Symbolbild

Esslingen. Die Angestellten haben Ende 2019 an den verschiedenen Arbeitsstätten im Kreis im Durchschnitt 16,8 Prozent mehr verdient als anderswo in Deutschland. Das geht aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach beträgt das monatliche Bruttogehalt für Beschäftigte in Vollzeit hier 3974 Euro - Rang 22 unter allen 401 Kreisen in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt zum 31. Dezember 2019 betrug 3401 Euro. „Die guten Verdienstmöglichkeiten im Landkreis stehen für eine starke und leistungsfähige Wirtschaft“, kommentiert Thekla Schlör, Leiterin der Arbeitsagentur Göppingen, die Zahlen.

In ganz Baden-Württemberg und besonders in der Region Stuttgart sind die Verdienstmöglichkeiten besonders gut. Weit vorn auf den Plätzen vier und sechs der Kreise rangieren Böblingen (4809 Euro) und Stuttgart (4612 Euro). Mit durchschnittlich 3755 Euro belegt Baden-Württemberg als Arbeitsort Rang zwei unter den Bundesländern hinter Hamburg.

Es gibt große Unterschiede

Beim Entgelt nach Wohnort liegt der Südwesten sogar auf Platz eins. Große Unterschiede beim Verdienst für Vollzeitbeschäftigte im Südwesten sind weiterhin zwischen den Qualifikationsniveaus, den Geschlechtern und den Nationalitäten zu verzeichnen: Akademiker verdienen in Baden-Württemberg im Schnitt mehr als doppelt so viel wie Ungelernte, Männer 23,9 Prozent mehr als Frauen und Deutsche 39 Prozent mehr als Ausländer.

Außerdem sind die Gehälter von 2014 bis 2019 unterschiedlich stark gestiegen: deutschlandweit um 12,5 Prozent und baden-württembergweit um 12,2 Prozent, wobei hierzulande der Sprung für Deutsche mit 14,9 Prozent überdurchschnittlich groß war, für Ausländer (6,7 Prozent) und Ungelernte (4,2 Prozent) sehr gering. Für Frauen fiel mit 15,2 Prozent der Zuwachs größer aus als für Männer (11,2). Im Kreis Esslingen war der Anstieg mit 12,1 Prozent etwas unter dem Landesschnitt - aber eben von einem hohen Niveau aus, wie die Agentur für Arbeit betont. Eine gute Qualifikation als Grundlage für guten Verdienst sei seit Langem bekannt, sagt Thekla Schlör, die zugleich davor warnt, sich darauf auszuruhen: „Wir wissen, dass die erworbene Qualifikation nicht mehr für das ganze Berufsleben reicht, sondern regelmäßig ergänzt werden muss.“ In Zeiten des Strukturwandels und der Digitalisierung sei es wichtiger denn je, in die eigenen Kenntnisse und damit in die eigene Zukunft zu investieren. „Nicht der Blick auf das Erreichte, sondern das in der Zukunft Notwendige ist für das Erhalten des Wohlstandes wichtig.“ Greta Gramberg

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