Zwischen Neckar und Alb

„Hochgehberge“ locken Wanderer

Tourismus Der Landkreis Esslingen präsentiert an seinem Stand auf der Urlaubsmesse CMT ein neues Konzept, um Wanderwege zu vermarkten. Das Biosphärengebiet feiert seinen zehnten Geburtstag. Von Philip Sandrock

Setzen sich für den Tourismus in Kreis ein: Tanja Gems, ehemalige Tourismusförderin des Landkreises, ihre Nachfolgerin Isabel Bu
Setzen sich für den Tourismus in Kreis ein: Tanja Gems, ehemalige Tourismusförderin des Landkreises, ihre Nachfolgerin Isabel Burich und die Erste Landesbeamtin Marion Leuze-Mohr (v.l.)Foto: Philip Sandrock

Am Eröffnungssamstag der Urlaubs-Messe CMT in Stuttgart herrscht Hochbetrieb in den Messehallen auf den Fildern. Scharenweise drängen sich die Besucher zu Ständen, die von A wie „Afrikareisen“ bis zu Z wie „Zypern“ reichen.

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Mitten im Trubel präsentiert auch der Kreis Esslingen sein touristisches Angebot. Zu den Schwerpunkten am Stand des Landkreises und des Tourismusverbands Schwäbische Alb gehört eine Neuheit: die „Hochgehberge“ - Premiumwanderwege rund um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. „Hochgehen, um runter zu kommen“, lautet ihr Motto. Wie Tanja Gems, ehemalige Tourismusförderin des Landkreises und Vertreterin des Alb-Tourismusverbands, erläutert, sind dazu keine neuen Wanderwege angelegt oder ausgeschildert worden. Das Projekt setze auf bestehende Premium-Wanderwege, die gemeinsam mit den Landkreisen Esslingen und Reutlingen sowie 18 Partnergemeinden entlang der Schwäbischen Alb unter dem Namen „Hochgehberge“ vermarktet werden. Sechs der geplanten 21 Edel-Wanderwege liegen im Kreis Esslingen. Zwei davon sollen im Mai offiziell eröffnet werden - und damit den Auftakt dieses neuen Wanderwegekonzepts bilden. „Erstmals können wir einem so großen Publikum unsere Prädikatswanderwege auf der Schwäbischen Alb präsentieren“, freut sich die Erste Landesbeamtin Marion Leuze-Mohr.

Beim CMT-Auftakt dabei ist auch die neue Tourismusförderin Isabel Burich. Die 27-Jährige tritt zum 1. Februar die Nachfolge von Tanja Gems an, die im Herbst vergangenen Jahres zum Schwäbische Alb Tourismusverband gewechselt hat. Sie freue sich, an die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin anzuknüpfen, betont Isabel Burich. Der Kreis Esslingen sei eine aufregende Region. „Mir gefällt, dass er so vielseitig ist.“ Er biete „die Nähe zur großen Stadt, das Ländliche und alles dazwischen“ - eine gute Mischung, um erfolgreiche Konzepte weiterzuentwickeln.

Auf das Wachstum des Tourismus in der Region weist Marion Leuze-Mohr hin. Neben einer steigenden Zahl von Hotelübernachtungen boome vor allem die Naherholung entlang und auf der Schwäbischen Alb. Dazu zählen auch die Gemeinden Neuffen und Beuren, die sich mit eigenen Ständen gleich neben dem Messestand des Landkreises auf der CMT präsentieren und mit Pfunden wie der Panorama-Therme in Beuren und die Landesfestung Hohenneuffen wuchern können. Der Landkreis Esslingen und die Gemeinden sind Teil des 550 Quadratmeter großen Messeauftritts des Tourismusverbands Schwäbische Alb.

Ein Besuchermagnet in Beuren ist darüber hinaus das Freilichtmuseum, das sich ebenfalls auf der CMT präsentiert. Fördervereinsvorsitzender Hans Weil steht den Besuchern Rede und Antwort. Dazu gibt es das druckfrische Museumsprogramm und selbst gemachte Bonbons aus alten Pflaumensorten.

Zu feiern gibt es übrigens auch etwas: Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird zehn Jahre alt. 2009 wurde es von der Unesco anerkannt. Im Laufe des Jahres soll dieses kleine Jubiläum mit zehn Veranstaltungen gefeiert werden. Auf der CMT hat sich das Biosphärengebiet einen Mitstreiter ins Boot geholt. Seit zwei Jahren gibt es auch im Schwarzwald ein Biosphärengebiet. Beide haben auf der Messe einen gemeinsamen Auftritt, gleich neben der Schwäbischen Alb. Ein Prospekt des Biosphärengebiets zeigt zudem detailliert auf, welche Ausflüge dort „Aktiv ohne Auto“ möglich sind.“Der ÖPNV gewinnt insgesamt in der Vermarktung der Schwäbischen Alb einen immer größeren Stellenwert“, betont Wolfgang Schütz von „Mythos Schwäbische Alb“.

Info Der Tourismusverband Schwäbische Alb mit den Ständen des Landkreises Esslingen und der Kommunen befindet sich in Halle 6.