Zwischen Neckar und Alb

Holzkohle original vom Köhler

Im Freilichtmuseum Beuren können Besucherinnen und Besucher dem Köhler bei der Arbeit zuschauen. Foto: pr

Beuren. Mit dem Beginn der Sommerferien am Donnerstag, 28. Juli, starten im Freilichtmuseum Beuren die Köhlertage. Köhler Herbert Haag aus Dettingen an der Erms kommt mit seinem Team ins Museumsdorf in den Herbstwiesen und demonstriert die Herstellung von Holzkohle nach alter Tradition. Die Besucherinnen und Besucher können das alte Handwerk der Köhlerei so aus nächster Nähe miterleben.

Auf dem extra im Bereich des Neckarland-Dorfs eingerichteten Köhlerplatzes wird der Kohlenmeiler aufgebaut. Der Meiler wird dabei mit Eschenholz bestückt. Am Samstag, 30. Juli, um 12 Uhr wird er dann schließlich feierlich entzündet.

Mehrere Tage muss der Brennvorgang des Meilers von dem Expertenteam betreut und überwacht werden. Es ist viel Fachwissen erforderlich, um ein optimales Abbrennen und damit den Verkohlungsprozess zu steuern. Gelöscht und fachmännisch geöffnet wird der Kohlenmeiler am frühen Sonntagmorgen, am 7. August. Dann kann man den ausgezogenen Meiler und danach das Absacken der Holzkohle verfolgen. Wer regelmäßig vor Ort sein will, erwirbt am besten eine Saisonkarte.

Hobby-Köhler Herbert Haag ist Mitglied im Europäischen Köhlerverband und seit Kindesbeinen von der Köhlerei fasziniert. Seit einer Begegnung mit Georg Geiselhart, einem der letzten Berufs-Köhler Süddeutschlands, im Jahre 2009 im Freilichtmuseum hat sich Herbert Haag in seiner Freizeit der Köhlerei verschrieben und engagiert sich, das Wissen um dieses Handwerk weiterzugeben.

Geöffnet hat das Freilichtmuseum Beuren dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. pm

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