Zwischen Neckar und Alb

„Hornberger Schießen“ in Wendlingen

Bürgerentscheid Urnengang in der Neckarstadt führt zu keinem Ergebnis: Die Ja-Stimmen reichen nicht aus.

Wendlingen. Das Bürgerbegehren für die Wendlinger Johanneskirche ist gestern gescheitert: Zwar gab es eine Mehrheit, die die folgende Frage mit „Ja“ beantwortet hat: „Sind Sie für eine Grundsatzentscheidung der Stadt, sich dafür einzusetzen und alles rechtlich Mögliche dafür zu tun, dass die evangelische Johanneskirche in der Stadtmitte, als wesentlicher Bestandteil eines Gemeindezentrums im Rahmen einer Mehrfachnutzung, erhalten bleibt?“ Aber bei 1 829 Ja-Stimmen fehlte es an einer qualifizierten Mehrheit.

3 331 Stimmberechtigte hatten sich am Bürgerentscheid beteiligt, was einem Anteil von 26,82 Prozent entspricht. Weil es aber auch 1 490 gültige Nein-Stimmen gab, reichte der Prozentsatz der „Ja-Sager“ nicht aus, um das erforderliche Quorum zu erfüllen: Nur 14,72 Prozent aller Stimmberechtigten haben für den Einsatz der bürgerlichen Gemeinde zum Erhalt der evangelischen Johanneskirche gestimmt. Wirksam wäre das Ergebnis aber erst geworden, wenn sich mindestens 20 Prozent dafür ausgesprochen hätten.

Insofern ist der Bürgerentscheid ausgegangen wie das berühmte „Hornberger Schießen“ – ergebnislos. Aber selbst mit einem eindeutigen Ergebnis wäre der Einfluss der Stadt auf die Kirchengemeinde nur sehr begrenzt gewesen.Andreas Volz

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