Zwischen Neckar und Alb

IG Metall setzt Warnstreiks fort

Gewerkschaft macht Druck vor der Verhandlung am Donnerstag

Um vor den kommenden Tarifverhandlungen am Donnerstag nochmals Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, versammelten sich gestern ru
Um vor den kommenden Tarifverhandlungen am Donnerstag nochmals Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, versammelten sich gestern rund 250 Arbeitnehmer auf dem Nürtinger Schillerplatz zum Warnstreik.Foto: Jürgen Holzwarth

Gestern versammelten sich rund 250 Streikende auf dem Nürtinger Schillerplatz. In Esslingen waren es sogar fast 400, die ihre Arbeit niederlegten.

Jürgen Holzwarth

Nürtingen. Nicht nur in Nürtingen, auch neckarabwärts in Esslingen hatten gestern die Mitarbeiter von insgesamt 20 Betrieben, darunter so namhafte Firmen wie Metabo, Heller, Hirschmann oder Festo die Arbeit niedergelegt. Die Esslinger IG Metall will damit die Arbeitgeber unter Druck setzen und die angebotenen 2,1 Prozent Lohnerhöhung für zwei Jahre nicht akzeptieren.

„Das ist eine Provokation“, sagte Jürgen Groß, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall. „Wir wollen abwarten, was am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen beschlossen wird. Falls es bis Pfingsten zu keinem Ergebnis kommt, wird es nächste Woche Tagesstreiks geben“, sagte Jürgen Groß.

Die IG Metall fordert fünf Prozent Entgelterhöhung. Gestern Nachmittag zogen die Arbeitnehmer deshalb symbolisch ein Auto über eine Fünf-Prozent-Linie auf dem Nürtinger Schillerplatz.

Für Groß ist klar: „Wir wollen nicht unbedingt den Streik, aber wir wollen ein gutes Ergebnis“. Falls es zu diesem nicht kommt, wird es höchstwahrscheinlich Ende Mai zur Urabstimmung kommen. Dann stehen die Fabrikhallen für längere Zeit leer.

In vielen weiteren Betrieben beendeten die Beschäftigten ihre Arbeit vorzeitig, insgesamt an die 4 000 Kolleginnen und Kollegen, ist von der IG Metall zu hören.

Anzeige