Zwischen Neckar und Alb

Impfaktion in Wernau für Obdachlose

Corona Im Quadrium werden am 1. Juli Menschen aus Notunterkünften und Geflüchtete geimpft. Nur eine Dosis ist nötig.

Menschen aus Notunterkünften werden mit "Johnson & Johnson" geimpft. Der Vorteil: Es braucht nur eine Dosis. Foto: Markus Brändl
Menschen aus Notunterkünften werden mit "Johnson & Johnson" geimpft. Der Vorteil: Es braucht nur eine Dosis. Foto: Markus Brändli

Wernau. In Wernau leben derzeit 176 Menschen aufgrund von Wohnungslosigkeit in Notunterkünften beziehungsweise als Geflüchtete in Anschlussunterbringungen. Bei einer Impfaktion im Quadrium am Donnerstag, 1. Juli, ab 9.30 Uhr erhalten sie jetzt die Möglichkeit, sich vor Ort impfen zu lassen. Die Impfung für Obdachlose und Geflüchtete wird von einem mobilen Impfteam der Malteser durchgeführt. Zum Einsatz kommt der Impfstoff von „Johnson & Johnson“. Er muss nur einmal verabreicht werden.

Der gesundheitliche Schutz der Menschen in den Notunterkünften ist besonders wichtig. „Sie leben oft eng zusammen und Hygienemaßnahmen sind deshalb nur eingeschränkt einhaltbar“, sagt Sabine Rau von der Stadtverwaltung in Wernau.

Die landkreisweite Impfaktion läuft seit Mitte Mai in allen Gemeinschafts- und Anschlussunterkünften mit dem Impfstoff von „Johnson & Johnson“. Dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen nur einmal zum Termin kommen müssen, ist von Vorteil, weil man bei manchen von ihnen nicht gewährleis­tet werden kann, dass sie ein zweites Mal kommen. Ihre Zielgruppe brauche besondere Aufklärungsarbeit, sagt Sabine Rau. „Die Menschen in den Unterkünften beziehen ihre Informationen oft ungeprüft aus dem Internet. Dadurch verbreiten sich immer wieder falsche Vorstellungen.“ Aus diesem Grund wurde Aufklärungsmaterial der offiziellen Stellen in den entsprechenden Sprachen verschickt. Bislang haben sich 45 Personen für den Impftermin angemeldet. pm

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