Zwischen Neckar und Alb

Inklusionspreis geht auf die Alb

Barrierefreiheit Grabenstetten wird als eine von zwölf Kommunen im Land ausgezeichnet.

Symbolbild

„Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Daher müssen wir auch hier ansetzen. Wir müssen unsere Haltung und Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung ändern. Vorurteile, Missverständnisse und Unsicherheiten dürfen hier keinen Platz haben“, sagte Manne Lucha. Die ausgezeichneten Gemeinden hätten das vorbildlich verinnerlicht. Es seien Gemeinden, die das Thema Inklusion nicht nur in ihre Leitbilder geschrieben haben, sondern ganz konkret im Alltag leben.

„Barrierefreiheit umfasst weit mehr als abgesenkte Bordsteine, stufenlose Zugänge, Aufzüge und Rampen. Dazu gehören ebenso Orientierungshilfen, Informationen in leichter Sprache, Kommunikationshilfen für Menschen, die keine Lautsprache haben, und vieles mehr“, machte der Landesvorsitzende Thomas Seyfarth deutlich. „Wir wissen, dass es die perfekte barrierefreie und inklusive Gemeinde - noch nicht - gibt.“ Inklusion gehe alle an und gelinge nur gemeinsam.

Ausschlaggebend für die Preisverleihung war, dass die Gemeinden möglichst durchgängig in den unterschiedlichen Feldern wie Bildung und Erziehung, Verwaltung oder auch Öffentlicher Nahverkehr sowie im Tourismus Barrieren abbauen und Inklusion leben. „Die Preisträger sind Leuchttürme auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft“, betonte die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Jutta Pagel-Steidl.

Das Albdorf am Heidengraben überzeugte die Jury mit der durchgängigen barrierefreien Infrastruktur, die vorrangig den Einwohnern selbst zugute kommt, von der aber auch Gäste profitieren. Barrierefrei zugänglich sind neben dem Rathaus Lebensmittelmarkt, Bäcker, Bank- und Postdienstleistungen sowie Freizeitangebote wie Bücherei, Keltenmuseum und Falkensteinhalle. Zudem gibt es Wanderwege für Rollstuhlfahrer. Beeindruckt hat die Jury zudem, dass eine so kleine Gemeinde einen Wegweiser mit den barrierefreien Angeboten im Internet vorhält. swp

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