Zwischen Neckar und Alb

Junge Talente blasen ins Horn

Jugendwertungstag des Blasmusikverbandes Esslingen war erfolgreich

Die Jugendkapelle Esslingen erhielt das Prädikat „hervorragend“.Foto: Thomas Krytzner
Die Jugendkapelle Esslingen erhielt das Prädikat „hervorragend“.Foto: Thomas Krytzner

Altbach. Dass sich die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lohnt, zeigte sich am Jugendwertungstag des Blasmusikverbandes Esslingen in Altbach deutlich. Die Prädikate „mit sehr gutem Erfolg“ und „mit hervorragendem Erfolg“ konnten an alle Teilnehmer vergeben werden. Das Wetter machte nicht grade einen fröhlichen Eindruck, umso motivierter waren die 124 Jungmusiker, die sich der Fachjury am Wertungstag stellten. Ob sie im Orchesterverbund spielten oder als Solisten, die abgelieferten Leistungen zeugten von der guten Vereinsarbeit und einem funktionierenden Musikunterricht. Sonaten gefielen ebenso wie Märsche und Choräle.

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Die Jugendkapellen aus Plochingen, Esslingen und Hochdorf vermochten das Publikum und die Jury gleichermaßen zu begeistern. Bei den Soloauftritten zeigten die Jungmusiker ihr Talent. So spielte sich der achtjährige Noel Lehar mit seiner Querflöte in die Herzen des Publikums. Unter der Leitung von Rita König begeisterte er mit dem „Mückentanz“ von Wilhelm Popp und zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Jury mit „Scherzino op55 Nr5“ von Joachim Andersen. Der junge Virtuose konnte mit seiner Präsentation mit weitaus älteren Musikern mithalten.

Auch Elias Mürle und Lukas Heidinger von der Stadtkapelle Nürtingen gefielen mit ihrem Trompeten- und Posaunenduett. Waren früher zwei Tage für die Wertung der Jungmusiker nötig, war es diesmal bloß der Samstag. Die Jugendlichen heutzutage haben eine große Auswahl an Vereinen, wenn sie denn überhaupt in Vereine eintreten wollen. Georg Frank, Vizepräsident des Verbandes Teck, erklärt, dass der Verband das Nachwuchsproblem erkannt habe. Fördermaßnahmen seien bereits ergriffen.

So würde der Musikverein Notzingen eng mit den Schulen zusammenarbeiten. Es gäbe, so Frank, extra Bläserklassen, die gemeinsamen Unterricht genießen. Im Einzelunterricht würden die Jungbläser dann speziell gefördert. „Wenn die vier Jahre der Grundschule absolviert sind“, weiß Frank, „kommen die Kinder in die Vorstufe des Musikvereins.“ Und nach einiger Zeit könnten diese dann dem Jugendorchester beitreten. Er wünscht sich, dass mehr Vereine mit den Schulen agieren. Das Beispiel Notzingen zeige ja, dass es erfolgreich ist, die Jugend bereits früh zur Musik zu bewegen.

Der Musikverein Altbach sorgte durch gute Organisation für einen reibungslosen Ablauf des Jugendwertungstags, und so konnten Bundestagsabgeordneter Markus Grübel, Präsident des Blasmusikverbandes, und Ralf Krasselt, der Geschäftsführer, pünktlich die Resultate verkünden und die Urkunden überreichen.