Zwischen Neckar und Alb

Kartellamt genehmigt Verkauf von Autohäusern

Wirtschaft Jetzt steht es endgültig fest: 180 Entenmann-Beschäftigte bekommen einen neuen Arbeitgeber.

Der Name wird bleiben, die Besitzverhältnisse ändern sich: Auch das Autohaus Entenmann in Kirchheim gehört ab nächstem Jahr zur
Der Name wird bleiben, die Besitzverhältnisse ändern sich: Auch das Autohaus Entenmann in Kirchheim gehört ab nächstem Jahr zur „ahg“-Autohandelsgesellschaft in Horb. Foto: pr

Kreis Esslingen. Das Bundeskartellamt hat der Übernahme von vier Autohäusern der Entenmann Group in die AHG Autohandelsgesellschaft in Horb zugestimmt. Wegen der Größe der AHG hatte das Gericht das letzte Wort, sieht aber keine Wettbewerbsprobleme.

Es handelt sich um die Autohäuser in Esslingen, Kirchheim, Ostfildern und Göppingen. Sie sollen weiterhin den Namen „Autohaus Entenmann“ tragen, wie aus einer Erklärung der Kfz-Innung Stutt­gart hervorgeht. Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Werner Entenmann sei sich mit der AHG-Autohandelsgesellschaft in Horb einig, dass vom Namen her alles unverändert bleibt, auch wenn der Betrieb in der AHG-Gruppe unter dem neuen Geschäftsführer Rolf Heinzelmann fortgeführt wird.

Werner Entenmann ist jetzt 71 Jahre alt und will kürzertreten. Seine Tochter Anja dagegen will aus dem Kreis Esslingen wegziehen. Bei der Suche nach einer Nachfolgeregelung war für ihn Rolf Heinzelmann offenbar die beste Adresse. „Die beiden kennen sich seit vielen Jahren und sind beruflich und privat eng verbunden“, teilte die AHG mit.

Ein wichtiger Punkt für die Entscheidung: Die 180 Mitarbeiter der Entenmann Group werden alle bei der AHG weiterbeschäftigt. „Die Beschäftigten und Kunden seiner BMW-Autohäuser in Esslingen, Göppingen, Kirchheim und Ostfildern weiß Werner Entenmann bei Rolf Heinzelmann in den besten Händen“, so die AHG dazu. Der Betrieb geht nahtlos weiter, die direkten Ansprechpartner würden sich nicht ändern.

Bei dem Geschäft zwischen der Entenmann Group und der AHG geht es um den Verkauf der Marken BMW und Mini. Die Entenmann-Gruppe erwirtschaftete laut dem Fachblatt „kfz-betrieb“ im vergangenen Jahr einen Umsatz von 120 Millionen Euro. An allen vier Standorten lieferte Entenmann zuletzt 1 200 BMW- und 300 Mini-Neuwagen sowie 2 300 Gebrauchtwagen aus.

Christian Reher, Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, würdigte die unternehmerische Leistung und das gewerbepolitische Engagement von Werner Entenmann. Er habe sich lange Jahre als Präsident des BMW-Händlerverbands engagiert. Die Innung zeichnete den Unternehmer jetzt „als Anerkennung für die herausragende Tätigkeit im Kraftfahrzeuggewerbe der Region Stuttgart“ und für sein ehrenamtliches Engagement mit einer Ehrenurkunde aus.ez

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