Zwischen Neckar und Alb

Kinder strotzen nur so vor Wissensdurst

Auszeichnung Sieben Kindertagesstätten im Landkreis erhalten die Zertifizierung „Haus der kleinen Forscher“.

Thomas Weise von der IHK Region Stuttgart (links) und Karin Nagel, Regionalleiterin des Bildungswerks (2. von links), freuen sic
Thomas Weise von der IHK Region Stuttgart (links) und Karin Nagel, Regionalleiterin des Bildungswerks (2. von links), freuen sich mit Vertretern der Kitas über die Zertifizierungen. Foto: Thomas Krytzner

Kreis. Wenn es nach den Verantwortlichen der Südwestmetall und der IHK geht, kann Bildung nicht früh genug beginnen. Vor allem setzt das Netzwerk der Region Stuttgart darauf, Kindern schon im Vorschulalter die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) schmackhaft zu machen. Dazu wurde das Label „Kleine Forscher“ gegründet. Angestellte in den Kindertagesstätten können sich weiterbilden und nach der kostenlosen Zertifizierung kann die pädagogische Arbeit als „Haus der kleinen Forscher“ sichtbar gemacht werden. In diesem Jahr erhielten das Kinderhaus Maierhof in Denkendorf und die Kindertagesstätte Forscherfüchse aus Esslingen die Zertifizierung zum ersten Mal. Weitere fünf Einrichtungen bekamen das Qualitätssiegel wiederholt.

Silvia Gesierich, Projektleiterin Familie und Frühförderung Südwestmetall, ist mit den Zahlen zufrieden: Rund 2000 Kindertagesstätten gehören zum Netzwerk Region Stuttgart, das von der Südwestmetall und der IHK getragen wird. Im Landkreis Esslingen gibt es derzeit 34 zertifizierte Einrichtungen, davon allein sechs in der Stadt Esslingen. Die Südwestmetall fördert den Wissensdrang jedoch nicht nur vor der Schule, sondern begleitet die Kinder und Jugendlichen bis hinein ins Erwachsenenalter.

Thomas Weise von der IHK Region Stuttgart und Karin Nagel, Regionalleiterin Bildungswerk, lobten im Haus der Südwestmetall in Esslingen die Zusammenarbeit im Netzwerk und freuten sich, dass bereits 161 Kindertagesstätten im Wirkungsgebiet zertifiziert werden konnten. Eines der neuen Themen ist die nachhaltige Entwicklung.

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ gibt es seit 2006. Seit vier Jahren kümmert sich Nadine Labahn in der Berliner Zentrale um die Erwachsenenbildung. Bei ihrem Gastvortrag hielt sie ein Plädoyer für die frühzeitige Sprachförderung. Dabei sieht sie das Projekt gesamtheitlich: „Wir sind alle ein Haus der kleinen Forscher.“ Damit sprach sie die Förderung der Sprache im Alltag an. Sie fordert: „Kinder sollen beim Forschen unterstützt werden.“ Dadurch lernten die Knirpse schon früh, Verantwortung zu übernehmen und Spannungen auszuhalten. An einem Beispiel erklärte Nadine Labahn, welche Rolle die Nachhaltigkeit beim Forschen spielt: „Wenn Kinder im Sand buddeln, gibt es viel mehr zu entdecken. Kinder lernen dabei, was passiert, wenn Sand nass ist oder dass es kleine und große Körner gibt.“ Mit Videobeispielen zeigte die Bildungsreferentin, wie das Konzept der Sprachförderung bereits in ersten Kindertagesstätten getestet wurde.

Ein „Haus der kleinen Forscher“ ist auch der Kindergarten im Käppele in Kirchheim. Thomas Krytzner

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