Zwischen Neckar und Alb

Koreaner zünden das beste Feuerwerk

Flammende Sterne Zum Wettstreit der Pyrotechniker im Scharnhauser Park kamen am vergangenen Wochenende rund 40 000 Besucher. Die Gäste aus Asien wurden besonders gefeiert. Von Sabine Försterling

Am Sonntagabend begeisterten die Fachleute aus Südkorea mit einem „phänomenalen“ Feuerwerk, so die Veranstalter. Den Auftakt der
Am Sonntagabend begeisterten die Fachleute aus Südkorea mit einem „phänomenalen“ Feuerwerk, so die Veranstalter. Den Auftakt der „Flammenden Sterne“ machten zuvor je ein Team aus der Ukraine und aus Hawaii.Foto: 7aktuell/David M. Skiba

Die Entscheidung fiel eindeutig aus: Die südkoreanischen Pyrotechniker haben den dreitägigen feurigen Wettstreit am nächtlichen Himmel über dem ehemaligen Gartenschaugelände im Scharnhauser Park gewonnen. „Und das verdient“, sagte der Veranstalter der „Flammenden Sterne“, Jürgen Wünsche. „Phänomenal“, lautete das Urteil der Jury für die sauber und technisch exakt ausgeführte Choreografie des Feuerwerks.

In der achtköpfigen Jury saßen hochkarätige Experten wie Klaus Gotzen, der Geschäftsführer des Verbands der pyrotechnischen Industrie, Heidrun Fink, zuständig für die Abteilung Pyrotechnik an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, sowie Pyrotechniker aus Deutschland und den USA. Lee Yonghae, Chef des Teams von „Faseecom Fireworks“, habe am Sonntag außergewöhnliche Kombinationen von verschiedenen Elementen, die man noch nie gesehen habe, an den nächtlichen Himmel gezaubert. Und das Zusammenspiel mit internationalen Hits, die von koreanischen Sängern interpretiert wurden, sei hochgradig stimmig gewesen, hob Jürgen Wünsche hervor.

Ukrainer enttäuschen

Der „sehr emotionale Beitrag“ der Pyrotechniker aus Hawaii am Samstagabend habe ebenfalls gefallen. Von dem Feuerwerk der Ukrainer sei man jedoch enttäuscht gewesen. Das Team „Dance of Fire“, das bereits in ganz Europa auf internationalen Festivals zu Gast war, habe am Freitagabend das hochkarätige Niveau bei den „Flammenden Sternen“ nicht erreicht. Auch das Publikum habe sehr verhalten applaudiert, hat der Veranstalter registriert.

Knapp 40 000 Zuschauer sind trotz herbstlicher Temperaturen und des unsicheren Wetters mit Decken und Regenschirmen an den drei Tagen auf das Festivalgelände gepilgert. Am Familientag, dem Sonntag, schien im Gegensatz zu den beiden Tagen zuvor die Sonne und daher zog es 14 000 Besucher aufs Festivalgelände, das waren mehr als sonst am letzten Tag des dreitägigen Spektakels.

ÖPNV wird stark genutzt

Wünsche hat bei der nun 16. Auflage der „Flammenden Sterne“ so viel junge Menschen wie noch nie zuvor registriert. Und diese wollten nicht nur Party feiern. Dieser Trend habe vor etwa sieben Jahren begonnen. Und die Zuschauer nutzen dank des Kombi-Tickets vermehrt öffentliche Verkehrsmittel, um in den Scharnhauser Park zu kommen. Am Samstag waren 9 000 der 15 000 Besucher mit der Stadtbahn angereist. Im Gegensatz zu früher habe die Polizei ab Mitternacht den abfließenden Autoverkehr nicht mehr regeln müssen.

Am Anfang der Festivalgeschichte sei man von dem damals nicht erwarteten Ansturm überwältigt und überrannt worden, erinnerte sich der Geschäftsführer der Agentur „mps“. Schnell sei jedoch das Gelände vergrößert worden und auch die Liegewiese. Inzwischen herrsche eine ganz entspannte und friedliche Atmosphäre dank der vielen enthusiastischen Feuerwerkfans. Am 21. und 22. September feiern die „Flammenden Sterne“ Premiere in Heilbronn. Dort wird Joachim Berner, der in Ostfildern bereits mehrmals gewonnen hat und jedes Jahr im Vorfeld für die Auswahl und den Aufbau der Feuerwerke verantwortlich zeichnet, mit seinem Team „Innovative Pyrotechnik“ gegen ein Team aus Japan antreten.

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