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Bildung Der Landkreis und das Jobcenter legen für dieses Jahr erneut das Lernförderprogramm „#FitMitBuT“ auf.

Symbolbild Schule - Schüler - Große Pause - Schulranzen
Symbolbild

Region. Schule als Lernort fehlt, und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Damit Lernrückstände und Lerndefizite sich nicht verfestigen, haben die Landkreisverwaltung und das Jobcenter nach Lösungen gesucht, damit insbesondere Kinder und Jugendliche, die in prekären Verhältnissen leben, beim Lernen unterstützt werden und Lerndefizite ausgleichen können. Entstanden ist das bundesweit einmalige Lernkonzept „#FitmitBuT“.

Familien, die Sozialleistungen erhalten, haben normalerweise die Möglichkeit, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket des Bundes, kurz „BuT“, zu erhalten. Das sind Unterstützungsangebote für Lernförderung, Schülerbeförderung, Schulausflüge, Schulbedarf und Mittagsverpflegung, um die Teilhabe von Kindern aus finanzschwachen Familien zu fördern. Allerdings konnten die Mittel durch die Schließung der Schulen kaum abgerufen werden. Dennoch bestand und besteht weiterhin ein großer Bedarf, versäumten Lehrstoff nachzuarbeiten und zu vertiefen. Das war eine Situation, für die eine Lösung gesucht wurde, erläutert Sozialdezernentin Katharina Kiewel.

Ein Alleinstellungsmerkmal

Gemeinsam mit dem Jobcenter entwickelte die Landkreisverwaltung ein Konzept, wie in Zeiten von Covid-19 eine alternative Lernförderung möglich ist. Mit diesem Konzept „#FitmitBuT“ hatte der Landkreis ein Alleinstellungsmerkmal in der Lernförderung. Das Konzept und die Planung der Umsetzung im vergangenen Sommer waren zwar mit heißer Nadel gestrickt, doch eine Umfrage unter den Teilnehmern zeigte: Rund 90 Prozent der Teilnehmer bewertete das Programm mit gut bis sehr gut. Bund und Land haben zwischenzeitlich signalisiert, dass der Landkreis dieses erfolgreiche Sonderprogramm im laufenden Schuljahr wiederholen kann, freut sich die Sozialdezernentin. „Wir haben die Verpflichtung, die Wege für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für benachteiligte Familien zu ebnen“.

Die Neuauflage des Sonderförderprogramms ist in den Pfingst- und Sommerferien in Präsenz geplant, soweit es die ­Inzidenzlage ermöglicht. Alle berechtigten Familien werden frühzeitig angeschrieben und erhalten entsprechende „Lerngutscheine“, sodass sich interessierte Familien rechtzeitig nach einem Bildungsträger ihrer Wahl umsehen können. Insgesamt stehen für die Lernföderung im Landkreis 25 Angebote von Bildungsträgern zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es auch eine große Anzahl von privaten Anbietern, aber auch Lehrkräfte und Studenten können die Lernförderung durchführen. Auch die Fahrtkosten über den ÖPNV werden übernommen. pm

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