Zwischen Neckar und Alb

Kulturpflanzen prägen Zivilisationen

Vortrag Wegen des Ackerbaus wurden die Menschen sesshaft. Um die Kulturpflanzengeschichte geht es im Freilichtmuseum.

Symbolbild: Dieter Ruoff

Beuren. Zum Jahresthema „Alte Sorten“ bietet das Freilichtmuseum in Beuren neben vielfältigen Veranstaltungen auch eine Vortragsreihe an. Diese wird am Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hansjörg Küster vom Institut für Geobotanik der Universität Hannover fortgesetzt. Der Referent spricht zum Thema „Am Anfang war das Korn - eine Kulturpflanzengeschichte“. Der Vortrag - eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenzentrum Schwäbische Alb - findet im barrierefrei zugänglichen Hopfensaal des Hauses aus Öschelbronn statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die ganze Welt sähe ohne den Anbau von Kulturpflanzen anders aus. Die Menschen würden ein anderes Leben führen, ihre Geschichte wäre anders verlaufen, es gäbe keinen Ackerbau, das ganze Land wäre anders gestaltet. Ackerbauern waren die ersten Menschen, die sesshaft an einem bestimmten Ort lebten. Der Anbau von Kulturpflanzen führte zur Herausbildung von geordneten Staatswesen und Zivilisationen mit Schriftkultur. Weitläufige Handelsnetze bildeten sich heraus. Charakteristische Landschaften wurden geformt: Wälder wurden gerodet, Äcker, Viehweiden, Wiesen entstanden. Trockenes Land wurde durch Bewässerung fruchtbar, feuchtes Land trockengelegt. Auch die Kulturpflanzen veränderten sich: Sie nahmen Eigenschaften an, die ein dauerhaftes Überleben ohne den Menschen, seine Kultur und seine Pflege unmöglich machten. pm


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