Zwischen Neckar und Alb

Kurzarbeit noch immer das Mittel der Wahl

Statistik Agentur für Arbeit Göppingen meldet neue Arbeitslosenzahlen für Februar.

Arbeitsamt Symbol Symbolbild  Agentur für Arbeit
Arbeitsamt Symbol Symbolbild Agentur für Arbeit

Kirchheim. Wie die Agentur für Arbeit Göppingen meldet, ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Esslingen gesunken: Im Februar waren insgesamt 13 491 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 124 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Januar, allerdings 2988 oder 28,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im ganzen Kreis 4,4 Prozent, im Februar vergangenen Jahres kam der Kreis noch auf 3,4 Prozent.

Kirchheim bewegt sich mit 4,2 Prozent derzeit auf unverändertem Niveau. Drei Personen haben sich im Februar zusätzlich arbeitslos gemeldet. Nun liegt die Zahl bei 2424. Das sind 331 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 928 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 217 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um 99 auf 756 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 163 Arbeitsstellen weniger.

Die Zahlen zur sogenannten „realisierten Kurzarbeit“ liegen der Agentur für Arbeit jetzt für den Monat August vor. Danach betraf dies im Kreis Esslingen 2278 Betriebe mit 29 395 Beschäftigten. Die Zahlen von September werden erst im Mai vorliegen.

„Der Arbeitsmarkt zeigte sich angesichts der Corona-Einschränkungen verhältnismäßig robust. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit jetzt zum Ende des Winters ist stärker als im Schnitt von Baden-Württemberg und ein positives Signal, auch wenn es im Vergleich zu Februar 2020 über ein Viertel mehr Arbeitslose gab“, sagt Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Göppingen. Auch die Zahl der offenen Arbeitsstellen, die im Februar im Vergleich zu Januar gestiegen ist, lässt Käppel vorsichtig optimistisch sein. „Die Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten hängt aber vom weiteren Infektionsgeschehen ab und die aktuelle Situation birgt aus meiner Sicht auch noch Risiken. Sehr viele Menschen sind nach wie vor in Kurzarbeit. Ihre Arbeitgeber wollen die Arbeitsplätze erhalten. Dies ist auch ein Grund, weshalb die Arbeitslosigkeit nicht deutlich höher ausfällt“, sagt die Agentur-Leiterin. pm

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