Zwischen Neckar und Alb

Ladendiebe werden öfter erwischt

Kriminalität Der Polizeiposten Wendlingen hat in den letzten Jahren mehr Delikte verzeichnet. Meistens geht‘s um Diebstahl.

Wendlingen. Kriminalitätsstatistiken sind gemeinhin eine schwierige Angelegenheit, die einige Fallstricke bereithält. In der aktuellen Statistik für die Jahre 2014 und 2015 haben sich die Straftaten in Wendlingen von 814 auf 872 erhöht – das ist ein Zuwachs von sieben Prozent. Eigentlich könnte das bedenklich stimmen. Tatsache ist jedoch, dass sich so mancher Anstieg relativiert, wenn die Delikte hinterfragt und in ihren Kontext gesetzt werden.

Ein solcher Fall ist zum Beispiel die Diebstahlstatistik, bei der insgesamt ein Anstieg von 316 in 2014 auf 381 Delikte im Jahr 2015 zu verzeichnen ist. Darunter fallen auch 84 Ladendiebstähle. Das sind achtmal so viel wie im Jahr davor. Der Nürtinger Revierleiter Mathias Lipp machte diese Zahl auch da­ran fest, dass mehr Ladendetektive eingesetzt und dadurch mehr Diebe erwischt würden.

Schaut man sich die Straftaten im Jahr 2015 nach den Delikten an, dann machen Diebstähle auch mit den größten Anteil aus. Es folgen Vermögens- und Fälschungsdelikte, wie Schwarzfahrerei und Computerbetrug, mit 158 Delikten. Auch die Zahl der sonstigen Tatbestände ist mit 166 Fällen hoch. Darunter fallen zum Beispiel Rauschgiftdelikte.

Als erfreulich wertete Lipp hingegen die Zahl der Tatverdächtigen bei den straffällig gewordenen Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren. Diese ist in den letzten drei Jahren wieder gesunken. Nach einem Anstieg von 2012 auf 2013 von 35 auf 51, sank die Zahl auf 48 im Jahr 2014 und weiter auf 38 im letzten Jahr. Während sich die Zahl der Tatverdächtigen bei Heranwachsenden im Alter von 18 bis 21 Jahren zwischen 2013 und 2015 ungefähr die Waage hält, geht die Zahl der tatverdächtigen Kinder bis 14 Jahre von 13 auf neun zurück. Gaby Kiedaisch

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