Zwischen Neckar und Alb

Landfrauen bei den Schwaben

Geschichte Der Kreislandfrauenverband besuchte eine ganz besondere Ausstellung. Hier drehte sich alles um die Schwaben.

Stuttgart. Einfach ist es nicht, das Bild eines Schwaben zu identifizieren, zu hinterfragen und dazu spannend zu zeichnen. In der großen Landesausstellung „Die Schwaben“, die im Alten Schloss in Stuttgart schon seit Oktober Besucherströme anzieht, geschieht aber genau das.

Für den Kreislandfrauenverband Nürtingen hat dessen Vorsitzende Monika Deyle zusammen mit dem Landesverband Stuttgart ein Museumsseminar in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg organisiert. Bei einer Führung durch die Ausstellung präsentiert sich das Volk aus dem Südwesten in all seinen Facetten, Klischees und Widersprüchen. Auf nahezu 2 000 Jahre Kulturgeschichte blicken die Schwaben zurück, von den Alemannen und Sueben über die Kultur der Staufenzeit bis zur Gegenwart.

Historisch interessant im Lutherjahr: Der lutherische Protestantismus wurde 1555 im Augsburger Religionsfrieden anerkannt. In Kombination mit schwäbischen Persönlichkeiten, Dichtern und Denkern, zahlreichen Erfindungen, aber auch typischen Eigenheiten und Mentalitäten entsteht für den Besucher ein Mosaik schwäbischer Kultur.

Bei einem Vortrag über „Schwabenspott durch die Zeiten“ stellte die Referentin nicht nur Witziges vor, sondern zeigte auch deutlich Gegenteiliges auf.

Danach füllte jede Landfrau symbolisch ein Glas mit so vielen Linsen, wie sie meint, schwäbisch zu sein. rr

1 Die Ausstellung „Die Schwaben“ ist noch bis zum Sonntag, 23. April, im Alten Schloss in Stuttgart geöffnet.

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